Maria Vittoria Gruber-Calcagno, 3. Jan

Maria Vittoria wurde als 1. von 6 Kindern am 22. Januar 1941 in Domodossola geboren. Ihre Jugendjahre hat sie bei der Zia Vittoria verbracht, da Vater Eugenio im Krieg war und Mutter Egle nicht für alle Kinder sorgen konnte. Sie wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf, dennoch hatte sie eine schöne Jugendzeit. 

 Nach der Schule war sie schon früh als Haushaltshilfe in Mailand und anderen Orten tätig. Mit einer Freundin kam sie in die Schweiz und fand in der Scintilla ihren neuen Arbeitsort. Hier lernte sie ihren zukünftigen Mann Martin Gruber kennen und heiratete 1964. Aus dieser Ehe wurden die drei  Töchter: Katja, Helga und Nadja geboren. Ihre Kinder, Enkel und die Urenkelin waren ihr grösster Stolz. Maria Vittorias Zuhause war immer mit sehr viele Liebe und Leben gepflegt. Sie war die perfekte Hausfrau.

 Bis ins hohe Alter konnte sie mit ihrem Mann viele Länder bereisen, Aber es zog sie natürlich immer wieder nach Italien zu ihren Geschwistern. Maria Vittoria war sehr religiös. Sie hat immer Halt und Trost bei Papa Giovanni (Hl.Johannes XXIII) gefunden. Kurz vor Weihnachten musste sie hospitalisiert werden. Nach zwei Wochen Hoffen und Bangen gab Sie ihr Leben am 3. Januar 21 dem Schöpfer zurück.

Michel Etienne-Knubel, 8. Jan

Michel wurde am 18. Februar 1942 als jüngstes Kind von Henri und Lucie Etienne-Bussy in Lausanne geboren. Dort verbrachte er mit seinen 4 Geschwistern eine strenge, dennoch glückliche Jugend. Gern war er in der Natur und an seinem geliebten See.

Mit 15 Jahren begann er bei seinem Vater die Lehre als Koch. Als junger Küchenchef  im Hotel Riffelberg lernte er seine künftige Ehefrau Ernestine Knubel, kennen. Am 20. November 1965 gaben sie sich in Lausanne das Jawort.

Zurück in Zermatt gründeten sie eine kleine Familie aus der ihre beiden Töchter Virginie im Jahre 1966 und Sandrine 1973 hervorgegangen sind. Viele Jahre war er Chef de Cuisine im renommierten Restaurant la Tenne in Zermatt. In seiner Freizeit spielte er Tennis und Curling. Er pflegte gute Freundschaften und schätzte sie.1979 machte Michel sich selbständig und führte bis zu seiner Pensionierung das Geschäft Comestibles Etienne.

Mit seinen drei Enkeln Thierry, Stéphanie und Pascal verbrachte er viel Zeit. Kurz nach seiner Pensionierung wurde bei ihm ein Leiden entdeckt, das ihn fortan immer wieder einholen sollte. Trotz allem erfüllte er sich den Wunsch vom Eigenheim in den Birchmatten. Am 8 Januar wurde er, im Beisein seiner Familie, von seinem Leiden erlöst. 

Robert Imboden, 15. Jan

Geboren am 24. Juli in St. Niklaus, des Ulrich und der Konstantine Imboden-Gruber, gestorben am 15. Januar 2021 in St. Niklaus.

Paul und Esther Pollinger-Kalbermatter, 16 und 20. Jan

Esther ist am 3.April 1940 als 3. von 7 Kindern der Familie Franziska und Kamil Kalbermatter-Walch in Zaniglas geboren. Sie verbrachte eine glückliche Kindheit inmitten der grossen Familie in der Eya. Nach Abschluss der Schule arbeitete Sie für einige Jahre in der Küche der Scintilla.

Päuli hat am 1.5.1933 als 5. von 12 Kindern der Familie Paula und Karl Pollinger-Sarbach das Licht der Welt erblickt. Als kleiner Junge hirtete er das Vieh und begleitete es auf die geliebte Alpe Jungen. Nach der obligatorischen Schule in Zaniglas besuchte er für 2 Jahre das Gymnasium „untere Waid“. 

Paul entschied sich, die Bäckerlehre zu absolvieren, um später den elterlichen Betrieb zu übernehmen. Als leidenschaftlicher Musiker wurde er Militärtrompeter und gründete die Ländlergruppe „Alpenrösli“. Dort lernten sich Esther und Paul kennen und heirateten 1959. Sie erbauten zusammen die Bäckerei mit Tea-Room. Er buk am Ofen und sie war von früh bis spät hinter der Theke. Die Söhne Andreas und Peter vollendeten das kleine Glück. Die Ferien durften sie im Süden verbringen.

Nach der Pension halfen sie gern im Restaurant des Sohnes. Sie freuten sich über die acht Enkelkinder. Bei Esther häuften sich körperliche Schwächen und sie trat vor 5 Jahren ins SPH ein. Ihr Mann folgte 3 Jahre später. Bescheiden, hilfsbereit, dankbar und mit einem riesengrossen Herzen: das waren Esther und Päuli. Der tiefe Glaube, der sie ihr ganzes Leben begleitete, gab ihnen grosse Kraft und so waren sie gut auf den Tod vorbereitet. Sei starben innert weniger Tage und wurden so zusammen beerdigt am 23. Januar.


Raphael Fux-Gruber, 21. Feb

Rafael ist am 26. November 1935 in Gasenried geboren 
Er ist das 14. von 22. Kindern und ging oben zur Schule. Er half in der elterlichen Landwirtschaft in den schweren Kriegsjahren. Die Familie betete täglich den Rosenkranz mit der Litanei.

Als Maurer arbeitete Rafael auf verschiedenen Baustellen. 1961 heiratete er Ida Gruber. Der Ehe entsprossen vier Kinder: Tony, Fidelis, Therese und Thomas. Die Familie war gern unterwegs beim Wandern und Skifahren. Er baute mit ihnen zwei Chalets und arbeitete schließlich in der Scintilla. Er hatte einen wachen Geist, nahm es im Kopfrechnen mit jedem auf, aber das wichtigste für ihn war: Beten. Durch Wallfahrten und die ausländischen Ehepartner der Kinder kam das Riedi in alle Welt hinaus. 

Rafael freute sich an den zwei Enkeln. Er war gesellig, gern in der Natur und im Holz. Vor zwei Monaten entschied er sich, mit der Frau ins Altersheim zu ziehen. Dort verschied er am 21. Januar 

Dionys Brantschen, 24. Jan

Der Frühlingstag des 28. März 1974 machte Lia und Berni überglücklich mit klein Dino. Der aufgestellte Junge bekommt seinen innigsten Wunsch 1979 mit der Geburt seiner geliebten Schwester Elke erfüllt. 

Nach der Schulzeit absolvierte er die KV-Lehre auf dem Gemeindebüro in Zaniglas. Dionys kam nach Steg, wo er mehr als 20 Jahre als umsichtiger Finanzverwalter tätig blieb. Er war ein geselliger Mensch. In der Freizeit machte er Musik, mochte alle Sportarten - am allerliebsten aber war er auf dem Tschuttplatz. 

Dionys ertrug die teils wochen- und monatelangen Phasen mit Cluster-Kopfwehattacken. Ausgleich fand er zunehmend in der asiatischen Kultur – im Kampfsport und in der asiatischen Küche.

Dino war immer und gerne für andere da. Für seine Katarina und seine Freunde, für seine Enkel Giulio und Jana, für seine Familie - besonders auch nach dem so schmerzhaften Abschied von Papa Berni. Dino hatte ein Herz voller Liebe, ein offenes Ohr, Hände die immer bereit waren zu helfen ... ein Herz, das an einem Sonntagabend einfach so – von einem Moment auf den anderen aufhörte zu schlagen...  

Stanislaus Gsponer-Gruber, 27. Jan

Stanislaus wurde am 10.12.1931 in Embd seinen Eltern Johann und Emma Gsponer als jüngstes Kind geboren. Zusammen mit Eltern und Geschwistern erlebte er eine harte, jedoch glückliche Kindheit. Er verlor 2 Geschwister und mit 11 Jahren seine Mama. Diesen Verlust hat er nie überwunden.

Nach der Schulzeit ging Stanislaus mit dem Velo nach Grenchen in die Uhrenfabrik. 

Bei einem Fest lernte er Erna kennen - seine grosse Liebe. Seit dem 21. November 1955 gingen Sie Ihren Lebensweg gemeinsam. Aus dieser Ehe wurden Ihnen Pius, Anneliese, Rosmarie, Rene und Ursi geschenkt. Als Vater war er streng, jedoch fürsorglich. Er vermittelte die Grundwerte wie Bescheidenheit und Gastfreundschaft, Ehrlichkeit und den christlichen Glauben. Stanislaus hatte eine grosse Liebe zu den Bergen, zum Sport und zum Reisen.

Die Enkelkinder waren sein ganzer Stolz. Als die Altersbeschwerden zunahmen entschieden sich Stanislaus und Erna fürs Altersheim Sankt Nikolaus. Hier verbrachten Sie noch eine glückliche Zeit zusammen. Dankbar durfte Stanislaus am 27.Januar 2021 sanft einschlafen.

Agnes Schnidrig-Sarbach, 2. Feb

Agnes wurde am 23. Februar 1923 im Balacher geboren und wuchs mit drei Geschwistern auf. Nach der Schulzeit arbeitete sie an verschiedenen Orten der Schweiz. Von ihrer Zeit bei einer Arztfamilie in Höngg bei Zürich erzählte sie oft mit Freude.

1949 heiratete sie Marcel Schnidrig und Gott schenkte der glücklichen Famile fünf Kinder. Die arbeitsame Mutter war frühmorgens bis spät in Haus, Garten und Landwirtschaft am Werk. Sie hatte ein grosses Herz. Sie bot auch ihrem Vater Leo noch Heimat über 30 Jahre. In der Freizeit fand sie Erholung mit ihrem Mann auf der Taflüe. Schicksalsschläge und Unfrieden konnte Agnes’ Herz überwinden mit Gebet und Gottvertrauen.

Sie widmete sie sich gern ihren zehn Enkeln und sieben Urenkeln. Vor sieben Jahren zog sie ins Altersheim. Wohlversorgt gab sie mit fast 98 Jahren ihr Leben dem Schöpfer zurück.

Peter Biner-Imboden, 2. Feb

Der Verstorbene schrieb seinen Lebenslauf selber: Ich bin am 6. März 1925 in Zermatt geboren als 6. von 10 Kindern der Veronika und Felix Biner-Aufdenblatten. Meine Schul- und Jugendzeit verbrachte ich dort. Danach absolvierte ich mein Studium in Martinach und Schwyz. Nach kurzer Zeit in Bern durfte ich zurück in meine geliebten Berge. Als kaufmännischer Angestellter fand ich Arbeit bei der Bauunternehmung Ulrich Imboden und steckte fast 48 Jahre meine ganze Kraft ins Unternehmen. 

Am 28. Oktober 1950 habe ich mich mit Klara Imboden vermählt. Ich hatte sie von Herzen gern. Aus der glücklichen Ehe sind 5 Kinder entsprossen: Margrit, Walter, Armand, Roland und Bruno. 1974 gesellte sich noch Klaus Gitz dazu. Die Berge, die Musik, der Tanz und der Gesang waren meine Leidenschaften. 

Vorallem nach der Pension konnte ich mich mit meiner Klara in Jungen der Landwirtschaft und ähnlichem widmen. Nach Klaris Tod verbrachte ich die letzten 4 Jahre im Altersheim. Über den Besuch von Kindern, Gross- und Urgrosskindern freute ich mich immer sehr. Am 2.2.2021 bin ich Klara nachgefolgt. 

Doris Lochmatter-Pfammatter, 5. Feb

Doris erblickte das Licht der Welt am 10. Februar 1936 in Brig, als jüngstes der Familie Leo und Josefine Pfammatter-Diethelm. Sie hatte eine glückliche Jugend, doch ihre zwei älteren Brüder verlor sie früh. Sie gewann einige Preise in der damals noch festlich begangenen Fasnacht.

 

Mit 21 Jahren heiratete sie Dr. Franz Lochmatter und zog nach St. Niklaus. Sie schenkte Françoise und Bénédict das Leben. Die Familie war ihr viel wert. Sie war sprachbegabt, unabhängig und sozial. In Kirchenchor, Schulkommission und Mütterverein brachte sie sich ein. So verdanken die Erstkommunikanten ihr die einheitlichen weissen Röcklein.

Doris entschied sich nach einigen Spitalaufenthalten vor fünf Jahren ins SPH St. Nikolaus zu ziehen. Sie war dankbar für die aufmerksame Pflege und verschied dort am 5. Februar.

Armand Gitz-Lengen, 27. Feb

Am 5.5. 1938 erblickte klein Armand das Licht der Welt in Herbriggen. Der dritte von sechs Kindern ging mit Holztornister zu Schule und half in den Hotels von Zermatt. 

Er war gern in den Bergen, jagte Gämsen und stellte sich als Gründungsmitglied zur MG Brunegghorn. Nach seiner Lehre in Raron stiftete er mir zwei Kollegen ein Malergeschäft, in dem er alle Jahre seinem Metier nachging.

Mit Rosemarie Lengen vom Mattsand ging er 1968 den Bund der Ehe ein. Drei Söhne wurden ihnen geschenkt: Ulrich, Damian und Valentin. Armand war 8 Jahre im Gemeinderat, in vielen Dorfvereinen und betete bis zum Schluss den Rosenkranz in der Kirche vor.

Mit 62 Jahren liess sich Armand vorpensionieren. Er freute sich seiner Enkel, denen er gern die Geisstrift und die Berge näherbrachte. 

Nach kurzer Krankheit gab er am 27. Februar sein Leben dem Schöpfer zurück - im Spital, in den Armen seiner Enkelin.

Adrian Schnydrig-Mooser, 31. März

Adrian erblickte das Licht der Welt am 23. Oktober 1943 in St. Niklaus. Seine Eltern waren Lina und Rudolf Schnidrig. Er wuchs auf in ging in Zaniglas zur Schule. 

Am 18. August 1977 gaben sich Hilde Mooser aus Täsch und er das Jawort vor Gott. Der Ehe entsprossen drei Kinder: Thomy, Daniela und Martin. In der Landwirtschaft hielt er zuerst Schafe, dann Simmentaler Kühe und seine Leidenschaft wurden schliesslich Evolener, die er in Reinzucht pflegte. Adrian hatte einen arbeitsreichen Lebenslauf. Er war kein Redner, Jungen wurde ihm Heimat. 

Adrian Schnydrig freute sich an seinen fünf Grosskindern - er war stolz auf seine Stammhalter. Nach fünftägigem Spitalaufenthalt verstarb er in in Visp in der Karwoche am 31. März. 

Frieda Fux-Schnydrig, 15. April 

Frieda sah am 7. August 1943 z’Wiichul das Licht der Welt, als Älteste von 11 Kindern der Lina und Emil Schnidrig. Als sie 20 Jahre alt war, verlor sie die Mutter - die jüngsten Zwillinge waren gerade 5jährig. So übernahm die Erstgeborene die Mutterrolle, bis ein Geschwister nach dem andren dem Elternhaus entwuchs und eigene Wege ging.

Frieda lernte Anton Fux kennen. Sie heirateten und bauten sich das „Heideröschen“ auf den „Hubla“. Die vier Kinder Mischel, Evelyne, Silvia und Daniela vollendeten das Familienglück. Frieda schaute über 9 Jahre zu ihrem erkrankten Vater. Ihre grösste Freude neben der Familie waren der Garten und die Blumen. 

Die strengen Jahre hatten ihre Spuren hinterlassen. Herzprobleme stellten sich ein. 2005 verlor sie ihren Mann. Doch die Enkel, die gern bei ihr waren, erfreuten Friedas Lebensabend. Im gläubigen Gebet fand sie Kraft und Halt. Nach wenigen Tagen im Spital verschied sie, versehen mit sakramentalem Trost und umgeben von ihren Lieben am 15. April friedlich.  

Silvia Imboden-Wyrsch, 01. Mai

Silvia kam als erstes von vier Kindern der Isabella und Hugo Wyrsch-Nellen am 14. Mai 1958 in Naters zur Welt. Nach der Schulzeit in Gelterkinden/BL arbeitete sie in Sissach erst als Bohrerin, später in der Hausdruckerei. Nebenbei arbeitete sie noch im Service - was ihre eigentliche Passion war. 

So kam Silvia 1977 nach St.Niklaus und verliebte sich sofort in das idyllische Walliserdörfchen. Am 3. Juni 1978 schloss sie mit Max Imboden den Bund fürs Leben. Sie erschufen für sich und ihre beiden Söhne Martin und Stefan «im Fäld» ein kleines Paradies. Das wichtigste für Silvia war ihre Familie, weshalb sie ihre eigenen Bedürfnisse immer an zweite Stelle setzte. Die Hochzeit ihrer Söhne und die Geburten ihrer Enkel Amy, Mila und Ava erfüllte sie mit unglaublicher Freude. 

Silvia ertrug diese Schicksalsschläge immer mit Fassung und sagte stets, dass man das Leben so nehmen muss wie es kommt und man aus jeder Situation das Beste machen muss.

Silvia hatte in ihrem Leben mit vielen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Jedoch war es ihr ein Unding, sich darüber zu beklagen. Auch den Verlust ihrer Brüder und Eltern trug sie mit Würde. Silvia ist am 1. Mai 2021 im Spital Brig friedlich von ihren Schmerzen erlöst worden.

Martha Brantschen-Gruber, 04. Mai 

Den stolzen Eltern Emma und Viktor Gruber wurde am 5. April 1929 Martha geschenkt, das 9. von 13 Kindern. In jungen Jahren musste sie in fremden Kantonen Geld verdienen. Als die Scintilla 1947 in St. Niklaus begann, ging sie lieber hier zur Arbeit. 

Am Pfingstmontag 58 schlossen sie und Hermann Brantschen den Bund fürs Leben. Nach dem schmerzlichen Verlust des ersten Kindes schenkte sie noch Christian Annemarie, Emmy und Bruno das Leben. Roland Werlen fand zusätzlich Aufnahme „zum Stäg“. Mit Gottvertrauen, grossherziger Liebe und unbeirrbarem Wahrheitssinn baute sie die Familie auf. Aber auch in Religion und Gemeinwesen gab sich die kleine Frau ganz und geradlinig hinein. Auf Marthas Initiative hielt St. Niklaus 25 Jahre lang nächtliche Anbetung. Sie hatte die Geduld, bei Schwierigkeiten sich durchzuringen bis zum Fundament: Gott macht alles gut.

Nach dem Wegzug ihrer Kinder liessen die Enkel Martha und Hermann wieder aufleben. Am Schluss ihres intensiven Lebens zogen sie sich vor acht Jahren ins Altersheim zurück. Vor zwei Jahren verstarb ihr Gatte. Am 4. Mai hauchte sie ihr Leben aus, umgeben von ihren Kindern. 

Jeanny Burgener-Lochmatter, 22. Mai

Jeanny ist als 8. Kind der Ambrosia und Franz Lochmatter in Zaniglas zur Welt gekommen. Nach 8 Mädchen folgte noch Franz als Bruder. Leider verlor sie ihren Vater mit 11 Jahren an einem Bergführer-Unfall am Weisshorn. So  bleib Jeanny als Jüngste im Haus und schaute zur Mutter und zum Vieh - auch in Jungen. 

Mit 20 Jahren durfte sie die Hebammen-Schule besuchen. Viele Jahre war Jeanny zu Fuss und später mit einem roten VW-Käfer hier selbständig unterwegs. 1948 hatte sie Eugen Burgener am Altar „Ja“ gesagt. Sie schenkte Gabi und Franz das Leben. 1972 verschied ihr Mann. 

 Jeanny hat immer ihre Berufung zur Hebamme gelebt, nach der Eröffnung der Geburtsabteilung auch im Spital Visp. Da ihr bei über 1000 Hausgeburten nie die Mutter im Kinbett gestorben ist, löste sie ihr Gelübde ein, und pilgerte mit 70 Jahren nach Lourdes. 

Jeanny tat ihren ersten Atemzug am 13. Oktober 1922 - 5 Jahre nach dem Sonnenwunder in Fatima. Ihren letzten Schnauf tat sie am Morgen nach St. Rita von Cascia - ihrer Lieblingsheilgen. 

Emil Fux-Furrer, 24. Juni

Emil wurde am 27. Juli 1932 als drittes von fünf Kindern Maria und Viktor Fux geschenkt. Er verbrachte eine glückliche Jugend in St. Niklaus. Nach der Schulzeit absolvierte er seine Lehre als Schlosser im väterlichen Betrieb. In den anschliessenden Wanderjahren fand er bei verschiedenen Firmen Arbeit unter anderem auch im Tunnelbau.

Im Jahre 1964 schloss er mit Adelgunde Furrer von Grächen den Ehebund. Er war mit vier Kindern gesegnet und 10 Enkel folgten ihnen. Emil machte sich einen Namen als Schlosser - in der Pensionierung auch als Glockenflicker.

Ende 2018 machte sich eine Krankheit bemerkbar. Emil fand aber gute Pflege im Spital und auch zu Hause bei seiner jüngeren Frau. So entschlief er am 24. Juni für immer. 

Beat Truffer, 08. Juli

Beat war das zweit jüngste von sechs Kindern, des Raphael und der Adele Truffer. Viele schöne Jahre verbrachte er wohlbehütet bei seiner Familie in St. Niklaus. Später pendelte er jeweils mit der BVZ nach Visp in die Behinderten-Schule. Im Delta konnte Beat in der Werkstatt mitarbeiten.

Nach einigen Jahre fand er sein neues Zuhause im Wohnheim «Holowy» in Glis, wo er gut umsorgt eine friedliche Zeit mit seinen Mitbewohnern erlebte.

Später konnte Beat nicht mehr arbeiten, da er sich einem Dutzend Augenoperationen unterziehen musste. Beat erblindet schliesslich und verliert sein Augenlicht. Trotzdem war er immer ein zufriedener Mensch. Er entwickelte ein unglaubliches Tast- und Gehör-Gefühl. In seiner Lendentasche war immer eine Mundharmonika mit dabei, wo er uns an den jeweiligen Festanlässen immer etwas vorgespielt. Alle waren begeistert. Sein Lieblingslied war «Grüetzi-wohl Frau Stirnima». Er nennte es sein «Gletscher-Tierli». 

In der letzten Zeit ging’s Best gesundheitlich nicht mehr so gut. Er musste immer wieder ins Spital. Am 08. Juli ist er friedlich entschlafen. 

Marzell Chanton-Brantschen, 30. Juli

Am 20 August 1956 hat Marzell als 2. Sohn des Erich und der Helene Chanton-Zuber das Licht der Welt erblickt. Er verbrachte eine wohl behütete und arbeitsreiche Kindheit mit seinen Geschwistern. In der Freizeit verbrachte er gerne Zeit in Wald, Feld und in den Bergen. Nach seiner Schulzeit in St.Niklaus durfte er seine Ausbildung zum Maschinenzeichner in der Scintilla AG antreten, wo er über die Jahre vom langhaarigen Lehrling mit Ecken und Kanten zum Betriebsleiter herangewachsen ist. Neben seiner Arbeit war es ihm von früher Jugend an wichtig, sich für die Allgemeinheit einzusetzen.

Im 20. Oktober 1979 durfte er Fränzi zum Altar führen. Tochter Claudia und Sohn Marc wurden ihnen geschenkt. Gemeinsam mit seiner Familie durfte er von 1992 bis 1994 zwei wunderbare, intensive und lehrreiche Jahre in den USA verbringen. Wer Marzell kannte, wusste, dass er seinen Verpflichtungen mit viel Engagement und Leidenschaft nachging. Dennoch hat er seine Familie immer an erste Stelle gesetzt. Die 4 Enkel waren sein ganzer Stolz und er hat sie auch ordentlich verwöhnt.

Im 2019 hat er sich frühzeitig aus der Arbeitswelt zurückgezogen und hatte wie so oft noch viele Pläne. Eine schwerwiegende Krebserkrankung hat ihn nur kurz nach seiner Pensionierung dazu gezwungen, seine Prioritäten anzupassen. In Freundschaft und Genügsamkeit begegnete er seinen Mitmenschen bis  er am 30. Juli seine letzte Reise antrat.

Benjamin Brantschen-Walter, 5. Sept

Benjamin wurde am 5. Februar 1935 in den Tennjen geboren, als 13. von 14 Kindern der Familie Josef und Franziska Brantschen-Fux.  Er konnte dort eine glückliche Kindheit erleben und besuchte dort auch die Schule. Als einer der Ersten aber absolvierte er danach die Sekundarschule im Dorf, die in jenem Jahr in St. Niklaus eingeführt worden war. 

 

Im Betrieb des Bruders erlernte Benjamin das Handwerk des Zimmermanns. Diesen Beruf übte er aus, solange es seine Gesundheit erlaubte. Danach fand er eine Stelle in der Scintilla. 

1958 schlossen Benjamin und Philomena Walter von z’Blattu-Grächen den Bund der Ehe. Glücklich waren sie, als die Tochter Lolita zur Welt kam. Viel Freude bereiteten ihm auch seine beiden Enkelkinder Chantal und Kevin, die er über alles liebte. Benjamin war eher ein zurückhaltender und stiller Mensch. 

 

Es war Bänggi und Mena vergönnt in den Riedmatten nach der Pensionierung noch einige schöne und geruhsame Jahre zusammen zu verbringen. Leider traten im Laufe der Zeit die altersbedingten Gebrechen vermehrt auf. Aber er wurde von seiner Mena liebevoll umsorgt. Am 22. August musste Benjamin ins Spital eingeliefert werden, wo er am 5. September verstarb. 

Leonie Fux-Schnidrig, 11. Sept

Lona ist am 1. November 1935 von Katharina und Josef Schnidrig-Ruff als 9. von 13 Kindern geboren. Sie hat die Primarschule in Grächen absolviert. Die Jugend verbrachte sie im elterlichen Gastbetrieb, wo die ganze Familie einander geholfen hat. Das hat sie eng zusammengeschweisst.

Eine Zeit lang hat Lona in der Scintilla in St. Niklaus und in der Uhrenfabrik in Grenchen, gearbeitet. Als sie später im Restaurant Walliser Keller in St. Niklaus arbeitete, traf sie ihren zukünftigen Mann, Hermann Fux. Am 23. November 1960 verstarb ihre geliebte Mama. Am Pfingstmontag 1961 hat Lona in der Pfarrkirche in St. Niklaus geheiratet. Aus dieser Ehe entstanden 4 Kinder: Josi, Käthy, Thomas und Stefan, daraus 8 Enkelkinder, die sie über alles liebte und die ihr ganzer Stolz waren. 

Lona und Hermann haben zusammen den Familienbetrieb von Viktor und Hermann übernommen.Am 19. Februar 1971 hat Lona durch einen Tragischen Arbeitsunfall ihren Mann verloren und ist als junge Witwe mit 4 kleinen Kindern zurückgeblieben. Lona fand Trost in Niedergrächen, wo sich alle Verwandten im Restaurant Moulin trafen. Lona war gern in der Natur. Sie war bekannt für ihre natürlichen Heilmittel. Sie sah in den Blumen die Hand des Schöpfers. Sie sang fast 50 Jahre im Kirchenchor und half Armen in der Verwandtschaft.

Vor zwei Jahren ging Lona ins Altersheim in St. Niklaus. Mit ihrer Kindheitsfreundin Frida teilte sie Freud und Leid. Am 11. September konnte sie zurück zu ihrem geliebten Hermann gehen.