In memoriam





Zum Gedenken an unsere lieben Verstorbenen:

 

"Auferstehung ist unser Glaube,
Wiedersehen unsere Hoffnung,
Gedenken unsere Liebe."

Aurelius Augustinus

Viktor Roth - 25.11.2014

Viktor wurde am 25. Februar 1934 als zweites von 7 Kindern in Steg geboren. Da seine Mutter sehr krank war, wurden er und seine Geschwister früh auseinandergerissen. Mit 10 Jahren wurde er von einer Pflegefamilie in Wiler im Lötschental aufgenommen, wo er bis zu seiner Ausbildung blieb.Die harte Kinder- und Jugendzeit war, wie zur damaligen Zeit üblich, von viel Arbeit in der Landwirtschaft geprägt.

Seine Lehre als Metzger absolvierte er in Spreitenbach. Nach einigen Jahren zog es ihn wieder zurück ins Wallis. 1964 heiratete er Erika Gruber und gründete mit ihr eine Familie. Ihr gehören die Kinder Pauline,  Ursi, Leo und Heidy an.

Viktor war einige Jahre auf verschiedenen Baustellen tätig. In seiner Freizeit wurden seine Dienste als Metzger von vielen geschätzt. Schliesslich wechselte er in die Scintilla, wo er bis zu seinem Unfall 1984 arbeitete.

Der Unfall, bei dem er querschnittgelähmt blieb, hat das Leben der ganzen Familie auf den Kopf gestellt. Nach 1 Jahr Spitalaufenthalt in Basel kehrte Viktor nach Hause zurück. Hier wurde er von seiner Frau Erika über all die Jahre liebe- und aufopferungsvoll betreut. Nie hörte man ihn über sein Schicksal klagen. Die Zeit im Rollstuhl vertrieb er sich mit Sticken von Bildern und mit Basteln. Stets für einen Schwatz zu haben, war Viktor um keinen humorvollen Spruch verlegen. Viel Freude bereiteten ihm auch seine Enkel- und Urenkelkinder. 2014 konnte er seinen 80. Geburtstag und 50. Hochzeitstag feiern. Zu diesen runden Zahlen gesellten sich 30 Jahre Rollstuhl hinzu!

Aufgrund gesundheitlicher Probleme musste er ins Spital eingeliefert werden, wo er am 25. November in den frühen Morgenstunden im Kreise seiner Familie entschlafen ist.

Kamil Brantschen - 24.11.2014

 

Kamil wurde am 10. Oktober 1930 in den Tennjen als 10. Kind der Grossfamilie Franziska und Josef Brantschen-Fux geboren. Dort oben ging er auch zur Schule, wo er im Kreise seiner Familie eine schöne und arbeitsreiche Jugend erleben durfte.

Eine Anstellung fand er bei seinem Bruder Otto in der Schreinerei oder auf dem Bau, wo er mit Ausnahme weniger Jahre bis zur Pensionierung blieb. In der Jugend war er einige Jahre Zuhirt und 1974 Alphirt auf der Alpe Jungen. Mehre Jahre arbeitete er auch in der Scintilla.

1956 heiratete er Verena Schaller von Törbel. Mit sechs Kindern sollte ihr Familienglück perfekt sein, aber das dritte Kind, Rolf, starb einjährig. 1970 konnte die Familie in ihr neues Heim in den Riedmatten einziehen, in das er viele Stunden harter Arbeit investierte. Kamil Brantschen war Gründungsmitglied der Herrgottsgrenadiere von Zaniglas und war Aktivmitglied bis ins 75.

Neben seiner Schreinerarbeit war er passionierter Landwirt von den Tennjen bis ins Lerchj. Dabei wurde er stets von der Familie tatkräftig unterstützt.  D’s Lerchji wurde zu seinem Lieblingsort. Die Enkel waren gern beim Grossvater, der sie die landwirtschaftlichen Arbeiten lehrte, aber auch stets zu einem Spässchen bereit war.

Vor einem Jahr musste er sich einer Herzoperation unterziehen, erholte sich aber  erstaunlich gut. Reich an Jahren aber doch unerwartet starb Kamil am 24. November.

Christine Fux-Derungs - 12.10.2014

Christina Derungs wurde am 26. Juli 1916 auf einem Bauernhof in Vigens GR, als jüngstes von sechs Geschwistern geboren. Sie war kaum ein Jahr alt, als sie ihre Mutter verlor. Christina wuchs in bescheidenen aber umsorgten Verhältnissen auf. Sie lernte früh Verantwortung zu übernehmen.

 

Mit 16 Jahren verließ sie ihr Heimatdorf und lebte für zwei Jahre als Kindermädchen bei Verwandten in Neuhausen. Ende der dreißiger Jahre kam sie zu den Bergbahnen als Stationsassistentin und arbeitete über 20 Jahre bei der Furka-Oberalp-Bahn an verschiedenen Bahnstationen. Im Sommer 1960 erhielt sie von der FO eine Anfrage um eine Stellvertretung für 4 Wochen nach Täsch. Sie ahnte wohl kaum, dass daraus 54 Jahre werden sollten. Sie lernte Edmund kennen und gab ihm am 12. Mai 1961 im Kloster Mariastein das Jawort. Christina war plötzlich mitverantwortlich für eine ganze Familie mit fünf Kindern, der älteste 19 und der jüngste 6 Jahre alt. Sie verstand es jedoch schnell, die Familie für sich zu gewinnen. Im Juli 1962 schenkte sie Edmund eine Tochter, die kurz nach der Geburt verstarb.

 

Für Christina war die Familie der Mittelpunkt. Während Edmund durch seine Verpflichtungen in Beruf, Politik und Musik oft abwesend war, hielt sie zuhause die Stellung. Mit weiteren Frauen aus der Gemeinde gründete sie 1963 den Damenturnverein, dem sie mehrere Jahre als Präsidentin vorstand.

 

Auf die fünf Kinder ihrer neuen Familie folgten 12 Enkel und 18 Urenkel. Sie freute sich über jeden Besuch aus nah und fern. Sie hatte das Glück, gemeinsam mit ihrem Ehemann Edmund alt zu werden. Obwohl selber bereits über 90 Jahre alt, pflegte sie ihn mit einer unglaublichen Aufopferung. Der Tod von Edmund 2009 war für sie ein großer Verlust.

 

Selbstständigkeit war ihr sehr wichtig. Selbst mit 97 Jahren besorgte sie noch ihren eigenen Haushalt, bezahlte die Rechnungen und kümmerte sich selbst um die täglichen Dinge des Lebens. Nach einem Sturz mit Spitalfolgen übersiedelte sie ins Alters- und Pflegeheim von St. Niklaus. Christina war ein religiöser Mensch. Sie glaubte an die Vorsehung Gottes und war überzeugt eines Tages mit Edmund wieder vereint zu sein.

Christina ist am Sonntag 12. Oktober im Alter von 98 Jahren friedlich entschlafen.

Fernanda «Nandi» Lengen - 11.10.2014

Fernanda erblickte am 30. April 1923 im Turu von Zaniglas das Licht der Welt. Sie war das zweite von fünf Kindern ihrer Eltern Hermine und Anton Rovina-Knubel. Zusammen mit ihren drei Brüdern und der jüngsten Schwester durfte sie eine unbeschwerte Kinder- und Jugendzeit verleben. Überschattet wurde die Familienidylle vom frühen Tod des Vaters Anton.

Nach der Schulzeit in Herbriggen wurde sie in Zürich von einer strengen Lehrmeisterin zur Damenschneiderin ausgebildet. Danach führte sie im Mattsand ein eigenes Schneideratelier und bildete dort ein halbes Dutzend Lehrtöchter aus. 40 Jahre unterrichtete Fernanda im ganzen Oberwallis die Schülerinnen in Handarbeit.


1943 hat Nandi Basil Lengen geheiratet. Ihnen wurden drei Töchter geschenkt: 1944 Rosmarie, 1948 Ursula und 1954 Erika. Jahrzehnte später zogen die Enkel – insgesamt neun – ein und genossen ihre Mami in vollen Zügen. Desgleichen die 6 Urenkel.


Fernandas Liebe galt neben der Familie auch dem Gesang. Während einem Jahrzehnt bildete sie sich am Konservatorium in Sitten aus- und weiter. In den Genuss ihrer gesanglichen Fähigkeiten kamen nicht nur die Familienmitglieder, sondern auch die Öffentlichkeit bei ihren Konzertauftritten in Kirchen und Sälen. Ihr Herz schlug nicht nur für die Kinder der eigenen Familie. Während mehr als einem halben Jahrhundert besuchte sie als Nikolaus viele Kinder. Nicht als tadelnder, sondern als schenkender Nikolaus. In den Genuss ihrer sozialen und grosszügigen Art kamen auch die Dorfvereine.

Am 11. Oktober gab sie ihr Leben dem Schöpfer zurück.

Alexander (Xandi) Lagger - 05.09.2014

Xandi erblickte am 30. September 1933 das Licht der Welt in St. Niklaus. Er war das dritte von fünfzehn Geschwistern der Maria und es Alexander Lagger. Xandi erlebte eine abwechslungsreiche Kindheit und war unter Anderem Geisshirt von über 100 Geisen.

Nach der Schule arbeitete er in der Scintilla und war  als Stollenarbeiter tätig. Danach ging er wieder zurück in die Scintilla wo er über 44 Jahre treu seinen Dienst erfüllt.  Daneben war er Fischaufseher und vieles mehr. 1964 heiratete er. Der Ehe entsprossen zwei Töchter, Tamara und Romy.

Mit den Kindern zusammen erstellte er in Sparru ein Chalet, wo er gerne Zeit verbrachte. Er war auch gerne im Wald und im Garten und brachte seinen Enkelkinder bei nie ohne Holz aus dem Wald zurückzukommen. Xandi tat viel Gutes für die Dorfgemeinschaft und lebte die Nächstenliebe. Am 5. September ist er friedlich in seinem Heim gestorben.

Johanna Fux - 23.08.2014

 

Johanna wurde am 26. Juli 1927 als 13. von 21 Kindern des Franz Imboden und der Paulina Pollinger in St. Niklaus geboren. In St. Niklaus hat sie eine teilweise harte, aber trotzdem schöne Kindheit und Jugend verbracht. Johanna hat immer betont, dass – trotz der Grösse der Familie – nie ein Kind hungrig vom Tisch gehen musste. In der Schule hat sie auch Aufsätze für andere Kinder geschrieben, oder später die Liebesbriefe ihrer Brüder. Als junge Erwachsene war Johanna eine leidenschaftliche Tänzerin.

 

Mit 19 Jahren, hat Johanna Moritz Fux geheiratet. In den Jahren 1948, 1950 und 1957 sind ihre Söhne Armand, Robert und Aldo geboren. Nach nur fünf glücklichen Ehejahren mit Moritz, hat ein Arbeitsunfall im Blattenbruch das Schicksal der jungen Familie geprägt. Es folgten viele Jahre, in denen Johanna ihren kranken Mann mit grosser Hingabe pflegte. Johanna arbeitete in verschiedenen Kantinen. An den Folgen seines Unfalls ist Moritz schliesslich im Jahr 1973 gestorben. Johanna hat es sehr genossen, im Garten zu arbeiten. Die Familie war für Johanna immer wichtig. Auch an ihren drei Enkelkindern Kevin, Saskia und Jacqueline hat sie grossen Gefallen gefunden.

 

Als ihre Gebrechen in den letzten Jahren zugenommen haben und verschiedene Operationen nötig wurden, hat Johanna immer wieder Trost und Kraft in Gebeten und dem Glauben an Gott gefunden. Am 23. August gab sie ihr Leben dem Schöpfer zurück.

Blanka Imboden - 21.08.2014

Blanka wurde am 19. Juli 1921 in St. Niklaus geboren - als zweitjüngstes von 12 Kindern der Franz und Maria Schnidrig. Sie verbrachte eine unbeschwerte Kindheit mit ihren Geschwistern.

 

Nach der Schulzeit zog sie aus, als Zimmermädchen in Bern und Zermatt. Danach kehrte sie nach St. Niklaus zurück und arbeitete in der Scintilla. Sie lernte Adolf Imboden kennen, denn sie im Jahre 1948 heiratete. Ihnen wurden 4 Kinder geschenkt, Franz-Josef, Margot, Esther und Vinzenz.

Blanka war eine treusorgende Mutter und viel Freude bereiteten ihr auch ihre Enkelkinder. Mit ihrem Mann führte sie eine kleine Landwirtschaft bis zur Pensionierung. Danach fanden sie ihre zweite Heimat in Jungen. Im kleinen Alphäuschen durften sie viele schöne gemeinsame Jahre erleben - den Garten bearbeitete sie stets mit grosser Freude.

Als die Gesundheit ihres  Mannes nachliess, musste sie ihn im Frühjahr 2010 ins Pflegeheim geben und zog selber im November nach. Vor 3 Jahren konnten Blanka und Adolf noch zusammen mit  ihrer Familie den 90. Geburtstag feiern. Doch starb am 26. März 2012 ihr Mann. Ein Jahr später durfte sie einen Freudentag erleben und ihren Urenkel Janis in die Arme schliessen.

Nach ihrem 93. Geburtstag liessen ihre Kräfte nach und so gab sie am 21. August ihr erfülltes Leben dem Schöpfer zurück.

Katharina Brantschen - 21.07.2014

Katharina wurde am 17. November 1923 als drittletztes Kind der Antonia und dem Alfred Fux in St. Niklaus geboren. Sie verbrachte eine unbeschwerte aber glückliche Kindheit. Nach der Schule war Katharina viele Jahre Kindermädchen.

1951 heiratete sie Gottfried Brantschen. Der Ehe wurden sechs Kindern geschenkt. Die Familie wohnte Stäg, wo Gottfried zusammen mit seinem Bruder ein Haus erbaute. Katharina hatte einen wunderbaren Garten und sie machte gerne selber Konfitüre und Butter. Die schönsten Momente erlebte sie zusammen mit ihrer Familie und den Enkelkindern in Jungu. Katharina wurde jedoch von schweren Schicksalsschlägen nicht verschont. 1999 verunglückte ihr Enkel Oliver und im 2007 verstarb ihr Sohn Arnold.

Vor ein paar Jahren musste sie wegen ihrem Gesundheitszustand ihr Heim Stäg verlassen und in eine Wohnung über dem Migros einziehen. Diesen März sie dann ins Altersheim umgezogen wo sie sanft am 21. Juli im Herrn entschlafen ist.

Annelise Fux - 03.07.2014

 

Anneliese wurde am 29. Oktober 1946 als 2. Kind der Familie Imboden Helene und Rafael geboren. Mit ihren 10 Geschwistern erlebte sie eine unbeschwerte Kindheit. Ab Mitte der Fünfzigerjahre verbrachte die Familie die Sommermonate im Weiler Erbji. Nach der Schule und einem Welschlandjahr absolvierte sie ihre Lehre als Coiffeuse in St.Niklaus.

 

1968 heiratete sie Bernhard Fux.  Drei Töchter wurden ihnen in die Wiege gelegt. 1971Susanne, 1975 Kerstine und 1977 Fabienne. Im Schosse ihrer Familie durften die drei Töchter eine wunderschöne Kindheit erleben. Die gegenseitige Liebe zwischen Anneliese und Bernhard war stets spürbar. Die Freude war gross als ihre ersten beiden Enkel Valerie und Louis zur Welt kamen. Zusammen schmiedeten sie Pläne für die Zeit nach der Pensionierung.

 

2003 traf die Familie ein schwerer Schicksalsschlag von dem sich vor allem Anneliese nicht mehr erholte. Ihr Mann Bernhard verunfallte tödlich. Dann ein kleiner Lichtblick: 3 Monate nach dem Unfall kam Enkel Maxim zur Welt. 4Jahre später Nora und 2008 die Zwillinge Lynn und Leila.

 

Oma Anneliese hatte wieder eine Aufgabe, die sie mit viel Liebe und Hingabe ausführte. Je grösser aber ihre Enkelkinder wurden, desto grösser wurde wieder ihre Sehnsucht nach Bernhard.

Am 26. Juni erlitt Anneliese Fux einen Herzinfarkt, von dem sie sich nicht mehr erholte. Sie verstarb am 3. Juli im Beisein Ihrer Liebsten im Inselspital Bern.