In memoriam

 

 

 

 

Zum Gedenken an unsere lieben Verstorbenen:

 

"Auferstehung ist unser Glaube,
Wiedersehen unsere Hoffnung,
Gedenken unsere Liebe."

Aurelius Augustinus

Daniel Biffiger-Fux - 15.11.2015

 

Daniel hat vor 86 Jahren das Licht der Welt erblickt. Nach der obligatorischen Schulzeit entschloss er sich, den Beruf als Maurer bei der Firma Ulrich Imboden zu erlernen. „Seiner Firma“, wie er sie liebevoll nannte, blieb er fast 40 Jahren treu. Ein Arbeitsunfall zwang ihn, vorzeitig in die Pension zu gehen.

Daniel und Delfina gaben sich vor 56 Jahren in Einsiedeln das Jawort. Gott schenkte ihnen 6 Kinder, 7 Enkel und 2 Urenkel an denen sie besonders Freude hatten.

Am 20. November 2004 erlitt Daniel einen schweren Unfall. Beim Sägen von Holz geriet er mit der rechten Hand in die Maschine und verlor so 4 Finger. Dies stürzte den eifrigen Schaffer verständlicherweise in eine Lebenskrise. Trotz gutem Zureden der Familie brachten wir ihn nicht aus diesem Tief heraus. Einem beherzten Menschen ist es gelungen, Daniel wieder auf die Bahn zu helfen. Trotz der schweren Behinderung widmete er sich nun weiterhin seinem grossen Hobby, den Schafen. Gern hörte er Musik, verfolgte die Skiweltcuprennen und war für einen Schwatz auf der Strasse zu haben.

Mit den Jahren machten sich bei Daniel Biffiger die Altersbeschwerden bemerkbar. Schweren Herzens musste er sich von seinen Tieren trennen. Nach 6 wöchigem Aufenthalt im Spital ist er am 24. November verstorben.

 

Elise Achilier-Summermatter - 26.10.2015

 

Elise ist am 24. Mai 1950 in den Breitmatten als drittes von fünf Kindern des Siegfried und der Martha Summermatter-Zuber geboren. Sie musste schon früh in die Mutterrolle schlüpfen, da der erste Bruder eine Behinderung hatte und die Mutter gesundheitlich angeschlagen war. Elise half im elterlichen Landwirtschaftsbetrieb fleissig mit. Die Schule besuchte Elise in Herbriggen, anschliessend ging sie in die Haushaltungsschule nach Zaniglas.

Nach der Schulzeit zog es Elise in’s Welchland nach Aigle, wo sie im Service und als Haushaltshilfe arbeitete. In den 60iger Jahren hat sie Fridli kennen und lieben gelernt. Am 18. Mai 1970 haben sie sich in der Pfarrkirche von Herbriggen das Ja-Wort gegeben. Der Ehe wurden zwei Kinder geschenkt: Roger und Karin. Mutter Elise war immer für alle da und erst am Ende hat sie an sich selber gedacht. Grosse Freude hatte sie am Enkelkind Andalena. Sie war eine stolze Grossmutter. Das zweite Enkelkind das noch unterwegs ist, konnte sie leider nicht mehr in die Arme nehmen.

Ein grosser Einschnitt in ihrem Leben war die Krankheit und der Tod 2006 von Papa Fridli. Von da an, hat Elise viel Lebensmut und Kraft verloren. Zuletzt hat sie bei ihrem jüngsten Bruder Willy gelebt, der seine Schwester liebevoll unterstützt hat.

Leider musste Elise ein paar Tage vor ihrem Tod in’s Spital Visp. Dort gab sie am 26. Oktober ihrem Schöpfer ihr Leben dankbar zurück.

Adelrich Chanton-Biner - 24.10.2015

Adelrich ist 1922 in Zaniglas geboren als jüngstes von 7 Kindern des Albert und der Viktoria Chanton-Truffer. 1943 schloss der die Lehre als Möbelschreiner bei seinem Vater ab.

 1949 heiratete Adelrich Irma Biner aus Gasenried. Der Ehe wurden 3 Kinder geschenkt: Roland, Ruth und Jacqueline. Die Familie wanderte aus nach Sachseln, wo er im Berufsmilitär als Chauffeur diente. Später zogen sie nach Luzern, wo er bis zur Pensionierung bei den Verkehrsbetrieben fuhr. Mit Stolz erzählte Adelrich von der schönen Zeit bei der Stadtmusik Luzern.

Nach der Pensionierung 1987, zog es die Familie in die Heimat zurück. Zuerst in den Stock, dann in’s Elternaus von Irma nach Chäschermatten. Vor 10 Jahren starb seine Frau Irma. Seit 2 Jahren weilte Adelrich im Senioren und Pflegeheim St. Nikolaus. Er jasste sehr gern und war auch oft in der Kapelle zu sehen. Mit seinem Elektromobil unternahm er noch kleine und mittlere Ausfahrten durchs Dorf. Viel Freude hatte er an seinen zwei Enkelinnen Emilie und Camille und an den Urenkel.

Sein erfülltes und glückliches Leben gab Adelrich, nach nur kurzer heftiger Krankheit, am 24. Oktober dem Schöpfer zurück.

Max Sarbach - 23.10.2015


Max ist am 14. November 1959 in Zaniglas als 3. Kind des Viktor und der Paula Sarbach-Imboden geboren. Trotz seiner Krankheit und vieler Medikamente hatte er eine schöne Kindheit. Er pflegte ein gutes Verhältnis zu seinen Brüdern und war stets für ein Spässchen zu haben. Im Familienhund Niggi hatte er einen Kollegen und er folgte Max aufs Wort.

Mit den Jugend-Jahren wurde es schwierig für ihn. So fand Max Sarbach zuerst in Visp und dann in verschiedenen Heimen eine neue Bleibe. Er konnte zeitlebens Freude finden an kleinen Sachen. Seine grosse Leidenschaft war aber das Skifahren; am Schluss frönte Max dem Langlauf.

1979 ist er übergetreten zu „Insieme“, wo er über 26 Jahre guter Betreuung geniessen durfte.

Am 23. Oktober ist Max Sarbach im Briger Spital verstorben

Hedwig Fux-Fux - 08.10.2015

 

Am 29. Mai 1928 erblickte Hedwig Fux im „Raffgartu“ in Embd das Licht der Welt. Mit Ihren Eltern, aber auch mit Ihren weiteren 14 Geschwistern hat sie eine bescheidene aber liebevolle Kindheit verbracht. Hedy hat schon in jungen Jahren die Bescheidenheit und die Einfachheit im Leben kennen lernen müssen.

Die Jugendzeit verging und sie hat Samuel (Sämi) kennen und lieben gelernt. Die Heirat folgte dann im Jahre 1955. Viele Jahre haben Sämi und Hedy gemeinsam ihren Lebensunterhalt in der Scintilla erwirtschaftet. Mit der Geburt von Roland im 1965 und Rene im 1968 war das Glück der Familie komplett.

Doch das Schicksal wollte es anderes. 1973 verstarb Ihr Ehemann Sämi. Ein Schicksalsschlag der ihr Tief ins Herz ging. Hedy raffte sich auf und liess nicht zu, dass Ihre Familie auseinanderfiel. Sie behütete ihre zwei Söhne mit Stolz und Liebe. Sie hat mit viel Kraft ihren beiden Söhnen einen Lebensweg aufgezeigt und vorgelebt. Dank ihren Bemühungen konnten beide Söhne eine entsprechende Ausbildung erfolgreich abschliessen.

Nach vielen bescheidenen und glücklichen Jahren in ihrem Haus in St. Niklaus erlitt sie einen Schwächeanfall und konnte nach einem kurzen Spitalaufenthalt in Visp nicht mehr in ihr geliebtes Heim zurück. Gegen Ende 2012 wechselte Sie ins Altersheim von St. Niklaus. Durch die hervorragende und liebevolle Betreuung der Angestellten des Altersheim Sankt Nikolaus durfte Hedy noch ein paar erfreuliche Jahre erleben. In dieser Zeit schätze sie ihre zahlreichen Besuche unter anderem von Ihren beiden Söhnen und von Marlies und Béatrice. Ein Lichtblick war das einzige Enkelkind Vivienne.

Im April 2015 erkrankte Hedwig ein weiteres Mal an einer Lungenentzündung. Von dieser Krankheit erholte sich leider ihr altersgeschwächter Körper nie mehr ganz. Am 08.Oktober verlor Sie ihren letzten Kampf gegen die Krankheit und gab ihre Seele nach 87 Jahren dem Schöpfer zurück.

Paula Sarbach-Imboden - 23.08.2015

 

Paula genannt " z`Polli inu Lochmattu " wurde am 27. Mai 1924 geboren. Für die Eltern Imboden Franz und Pollinger Paulina war es das 14. von insgesamt 21 Kindern. Trotz einer schönen Jugend und Schulzeit, musste bei der grossen Familie kräftig in der Landwirtschaft und im Haushalt mitgeholfen werden.

Als 17 Jährige zog es sie in die Ferne und sie arbeitete in Zürich und Basel in verschiedenen Familien als Haushälterin. Nach ihrer Rückkehr arbeitete sie in Zermatt im Kantinenbetrieb der Imboden Ulrich AG.

1947 vermählte sich Paula mit Marcel Biner aus Gasenried. Der glücklichen Familie wurden 2 Söhne geschenkt, Peter 1949 und Paul 1951. Leider hielt dieses Glück nicht lange an. In Pauls Geburtsjahr verunglückte ihr Ehemann tödlich durch einen Arbeitsunfall. Nun stand sie ganz alleine da mit ihren zwei kleinen Kindern. Daraufhin fand sie Arbeit bei der Scintilla in St.Niklaus. Dort traf sie 2 Frauen aus Grächen die sich bereiterklärten bei Haushalt und Kindern mitzuhelfen. Dafür durften sie bei ihr logieren. Dank dieser Hilfe konnte sie weiter arbeiten und für die Kinder sorgen.

1954 vermählte sich Paula mit Viktor Sarbach. Dieser Ehe wurden weitere 3 Kinder geschenkt. Marcel 1954, Andreas 1958 und Max 1959. Max war von Geburt an geistig behindert. Als 12 Jähriger wurde er von verschiedenen Heimen aufgenommen, da die Betreuung rund um die Uhr für Paula nicht mehr möglich war.

1999 wurde auch ihr zweiter Ehemann zu Grabe getragen. Während all der Jahre musste Paula mehrere Operationen über sich ergehen lassen. Sie war sehr tapfer und fand immer eine Lösung. Nach einem Sturz mit Schädelbruch musste sie sogar das Kochen wieder lernen. Trotz schwierigen Zeiten gab Paula nie auf.

Aus gesundheitlichen Gründen ging Paula im Oktober 2012 ins Pflegeheim St.Nikolaus. Dort wurde sie liebevoll betreut. Die Stunden verbrachte sie mit Lesen, Stricken und Fernsehen. Am 22. Nov. 2013 verstarb ihr ältester Sohn Peter.

Am 23. August 2015, am Jahrestag ihrer geliebten Schwester Johanna, wurde sie mit ihr und ihren Lieben vereint.


Walter Thöni - 24.07.2015

 

Walter Thöni wurde am 24. Dezember 1944 als ältester Sohn der Olga und des Erwin in St. Niklaus geboren. Es verbrachte seine Kindheit und Jugendzeit mit seinen Brüdern Werner und Willi in St. Niklaus. Nach seiner Lehre als Bauzeichner und Maurer zog er nach Luzern, wo er dann seine Frau Trudy kennen und lieben lernte.

 Im Jahr 1966 gaben sie sich das JA Wort. Im selben Jahr kam ihr erstes Kind Sandra zu Welt. Vier Jahre später, 1970 folgte Sascha. Walter arbeitete bei seinem Schwiegervater, später als Maurer und Polier in Luzern und Umgebung.

Grosses Vergnügen fand Walter bei seinen Hobbys Skifahren, Wandern, Radsport, Schnitzen und in seinem Garten. Walter verbrachte mit seiner Familie glückliche Jahre in Emmenbrücke und später in Rothenburg. Auch seine vier Enkelkinder Ramona, Stefan, Celiné und Laura bereiteten ihm stets grosse Freude.

2001 musste Walter einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Seine geliebte Frau Trudy verstarb nach einer Krankheit. 2004, zwei Tage vor seiner Pensionierung erlitt er eine Hirnblutung. Zur Genesung zog Walter zurück in seine Heimat. Ein Jahr später meinte es das Schicksal mit Walter erneut nicht gut. Er erlitt einen schweren Unfall, von dem er sich nicht mehr vollständig erholte. Nach einem längeren Aufenthalt im Josefsheim in Susten kehrte Walter zurück nach St. Niklaus, wo er ein neues Zuhause im Senioren und Pflegeheim fand.

In den frühen Morgenstunden des 24. Juli ist Walter im Kreis seiner Kinder friedlich entschlafen.

Alex Fux - 18.06.2015

 

Fux Alex wurde am 28 Sept. 1926 als 5tes von 9 Kindern von Fux Auxillius und der Ludwina Gsponer in Embd, auf der Roten Flüh geboren. Schon in den Jugendjahren war er auf einigen Baustellen als Hilfsarbeiter tätig, und half in der Landwirtschaft seiner Eltern mit.

Mit 19 Jahren absolvierte er die Rekrutenschule. Nach der RS, war er gezwungen in der Fremde Arbeit zu suchen, weil es in Embd fast keine gab. Er war auf diversen Baustellen, in Zürich und Basel. Als Arbeiter wurde er immer sehr geschätzt, und war sehr zuverlässig.

Im Jahr 1955 zog er nach St. Niklaus wo er im Plattenbruch und später bei der Baufirma Gitz Moritz arbeitete. 1955 heiratete er seine Frau Julia, in Maria Stein, die ihm später vier Kinder schenkte. Elmar, Denise, Rene und Ivo. Im Jahr 1959 baute er mit seiner Frau Julia das Haus Chalet Fux. Sein Zuhause an dem er bis zum Schluss sehr hing!

In den nächsten Jahren arbeitete er, bei der Firma Fux Elektro als Elektriker und in der Scintilla. In den letzten 20 Jahren war er bei der Lonza AG als Wasserwärter im Mattsand tätig. Nebenbei war er auch ein leidenschaftlicher Landwirt und Viehhändler. Ferien und Feierabend das kannte Alex nicht. Nur im Herbst da gönnte er sich zwei Wochen Ruhe für die Jagdzeit. Die Gemsjagd liebte er über alles. Mit 80zig Jahren war er das letzte Mal auf der Pirsch mit seinem Sohn René.

Im Jahr 2007 verlor er seinen Sohn Elmar im Alter von 51 Jahren. Dies war für Ihn ein harter Schlag. 2010 erlitt seine Frau Julia einen schweren Schlaganfall, von dem sie sich nicht mehr ganz erholte. Sie musste in Pflege und Altersheim St. Niklaus. Alex blieb alleine in seinem Zuhause.

Im März dieses Jahres wollte seine Gesundheit nicht mehr mitspielen. Nach einem langen Krankenhausaufenthalt durfte er am 9. April ins Alters und Pflegeheim St. Nikolaus eintreten. Dort wurde er mit offenen Armen empfangen, und mit sehr viel liebe gepflegt. In den Morgenstunden vom 18. Juni ist er nun im Beisein seiner Kinder friedlich eingeschlafen.

Anni Gruber - 12.06.2015

 

Anni war das zweitjüngste Kind von Franz-Josef und Katharina Imboden-Abgottspon. Sie ist am 19. Januar 1931 hier in St. Niklaus geboren. Mit ihren 7 Geschwistern verbrachte sie eine harte aber gute Kinderzeit. Nach der Schule arbeitete Anni 10 Jahre in der Scintilla. Nebenbei half sie mit ihren Geschwistern in der elterlichen Landwirtschaft hier in St. Niklaus und oben in Jungen. 1957 heiratete sie Hugo Gruber aus Herbriggen. Mit ihrem Bruder Heini bauten sie in den Birchmatten ihr Zuhause.

Anni und Hugo schenkten 4 Kindern das Leben: Roland, Jeannette, Fabienne und Franz. Nach dem Tod von Annis Vater zog ihre Mutter Katharina zur Familie in die Birchmatten. Hier blieb Katharina bis zu ihrem Tod.

Annis Lebensmotte war, stets für andere zu sorgen. Sich selbst stellte sie lieber in den Hintergrund. „Mehr geben als nehmen“ - war für sie selbstverständlich. Neben der vielen Arbeit im Haushalt und in der Landwirtschaft pflegte Anni mit viel Liebe ihren Gemüse- und Blumengarten. 1972 entschloss sich die Familie, in Jungen ein eigenes Häuschen zu bauen. Mit 50 erlernte sie den Langlaufsport und im Turnverein machte sie mit grossem Eifer und viel Freude mit. Zusammen mit ihrem Mann Hugo und den Kindern unternahm sie Reisen und Ausflüge im In- und Ausland. Nach der Eröffnung des Senioren- und Pflegeheims half sie während 10 Jahren ehrenamtlich beim Frühstücksdienst mit.

Viel Freude brachten ihr die Enkelkinder Samirah, Catherine, Maria und Niklas ins Leben. Ihr Tisch wurde immer voller. Für alle fand sie einen Platz, alle wurden verwöhnt. – „Mehr geben als nehmen“ - darum fiel es ihr auch so schwer, während ihrer Nierenkrankheit, die vor gut 3 Jahren begann, Hilfe anzunehmen.

Seit Mitte Januar war Anni im Senioren- und Pflegeheim Sankt Nikolaus. Hier wurde sie liebevoll und fürsorglich umsorgt. Die Nähe zu den Birchmatten erlaubte es Hugo, Anni täglich zu besuchen. Am Wohlsten war Anni zu Hause. Auswärts hörten wir oft die Worte: „Chum, jetz gehwär heim.“ Am 12. Juni ist sie in den späten Abendstunden im Senioren- und Pflegeheim Sankt Nikolaus im Kreis ihrer Familie friedlich eingeschlafen.

Antonia Pollinger - 12.06.2015

 

Antonia wurde am 21. Juli 1941 in Zaniglas geboren.

Zusammen mit ihren Geschwistern aus den beiden ersten Ehen ihres Vaters Johannes und den Geschwistern aus der dritten Ehe mit ihrer Mutter Maria verbrachte sie eine bescheidene aber glückliche Kinder- und Jugendzeit. Schon früh musste Antonia während den Schulferien in und außerhalb von Zaniglas kleinere Aushilfsjobs annehmen.

 Nach der Schulzeit arbeitete sie unter anderem als Serviertochter in der Linde, hier lernte sie Albert näher kennen und lieben. Am 3. März 1962 vermählten sich Antonia & Albert. Der Ehe entsprossen vier Kinder: Caroline, Heinrich, Franz und Rudolf.

Antonia war mit Leib und Seele Ehefrau und Mutter. Der Familie fehlte es an nichts. Ihre Kochkünste wurden oft gerühmt. Sie liebte ihre Blumen - das Haus und die Umgebung waren wie in einen Mantel aus Blumen gehüllt.

Mit der gleichen Leidenschaft pflegte sie die Alphütten in Jungen und im Schilfgädi.

Ihr großer Stolz waren die Gross- und Urgrosskinder, sie hinterlässt manch bleibende Erinnerung bei ihnen. 

Antonia fand dennoch Zeit ihrer Leidenschaft, dem Theaterspielen, nachzueifern: In unzähligen Stücken spielte sie die Hauptrolle. Sie war mehrere Jahre im Vorstand des Müttervereins und leitete das Pro Senectute Altersturnen in Zaniglas.

Antonia war ein aufgestellter und fröhlicher Mensch, bis sie durch das Schicksal nach und nach ihre Geschwister Xandi, Schosi, Mally und Hansi verlor. Im Jahre 2006 erkrankte sie an Brustkrebs, tapfer überstand sie die Therapien, ihr Körper aber erholte sich nie mehr richtig davon. Das Leben wurde zunehmend mühsamer für sie. Als letztes Jahr  ihr Mann Albert erkrankte und innerhalb von einem halben Jahr verstarb, war ihr Lebensmut gebrochen. Am 7. April trat sie ins Altersheim St. Nikolaus ein. In den ersten Wochen schien es, als würde sie sich etwas erholen, doch Antonia wurde zusehends müder.

So konnte sie am 12. Juni zu denen zurückkehren, die sie so vermisst hat.

 

Elvira Imboden-Lagger - 02.06.2015

 

Das Leben von Elvira wurde am 29. Juni 1926 sichtbar. Die Tochter von Maria uns Alexander Lagger-Gruber wuchs mit 13 Geschwistern im Oberdorf auf. Nach einer guten Jugendzeit arbeitete sie an verschiedenen Stellen auswärts.

Am 13. August 49 heiratete sie Erwin Imboden. Die Ehe war mit 5 Kindern gesegnet: Klaus, Beatrice, Loni, Ruth und Konsti. Das Familienglück war getrübt durch Arbeitsunfälle: 1984 Schwiegersohn Mario und

1990 ihr Erstgeborener Klaus. Viras Freude waren die 6 Enkelsöhne und die 7 Urenkel. Im Jahr 1997 verschied ihr Gatte Ervin. Elvira lebte naturbewusst – ihr liebster Ort war das Dorfwäldji – zu ihren Zeiten war er gepflegt und geräumt von Brennholz. Sie war auch gern im Kirchenchor und beim Jassen.

Am 2. Juni verstarb Elvira friedlich.

Frieda Fux-Imboden - 25.05.2015

 

Frieda erblickte als viertes von 9 Kindern der Eheleute

Rudolf und Veronika Imboden-Gruber, am 21. August 1929 das Licht der Welt. Die Schul- und Jugendzeit verbrachte sie im Schosse ihrer Familie im Riedacker.

Nach der obligatorischen Schulzeit zog es sie in den Kanton Neuenburg wo sie bei einer Arztfamilie Arbeit fand. Dort erlernte sie die französische Sprache, welche sie in ihrem späteren Leben immer wieder pflegte. 1950 -mit 21 Jahren- heiratete sie Edelbert Fux. Aus dieser glücklichen Ehe gingen vier Kinder hervor und verband sie 63 Jahre lang. Frieda war Tag für Tag in ihrem Geschäft (Usego) und der Poststelle Gasenried anzutreffen. Ebenfalls übernahm sie die Ablösung der Postkurse von Edelbert. Trotz der vielen Arbeit fand sie immer noch Zeit, ihrem Mann bei seinen Bauarbeiten tatkräftig zu unterstützen. Freude bereitete ihr der Garten – In dieser grossen Leidenschaft und bei den Blumen fand sie Abstand und Erholung von ihrem strengen Alltag. Ihre Enkel und Urenkelkinder weilten viel und gerne bei ihr zu Besuch und bereiteten ihr viel Freude. Das Leben von Frieda hatte nicht nur schöne Seiten: Den Verlust des Sohnes Paul im Jahre 1978 durch einen Verkehrsunfall hat sie nie recht verkraften können. Nach ihrer Pension verlegten sie und Edelbert den Wohnsitz in die Bodmen, wo sie sich ein Refugium geschaffen hatten, mit Vogelzucht und einem riesigen Garten. Es folgten viele glückliche Jahre, die sie mit Edelbert als ihren wohlverdienten Ruhestand geniessen konnte. Leider kam schleichend aber unaufhaltsam die Krankheit, die ihr Leben zu bestimmen begann. Am 25. Mai ist sie nun sanft zuhause entschlafen.

Adelheid Fux  - 05.05.2015

Adelheid durfte am 31. Mai 1927 in Gasenried das Licht der Welt erblicken. Sie war das 9. Von 22 Geschwistern der Josef-Marie und Berta Fux. Sie erlebte eine entbehrungsreiche aber glückliche Kindheit und Schulzeit im malerischen Ried.

Obwohl Adelheid die Familie als ihren Stolz betrachtete, hatte sie gern die Stille. Die Landwirtschaft war Adelheids Passion. Man erzählt sich, dass sie sogar besser mähen konnte, als ihre Brüder. Bis 1959 versorgte sie 4-5 Kühe. 1995 verstarb ihre Mutter, die sie bis dahin liebevoll betreute.

Adelheid Fux übersiedelte am 5. Oktober 2011 ins Senioren und Pflegeheim St. Nikolaus. Die fromme Frau betete viel und zierte ihr Zimmer mit den Herzen Jesu, Heiligenbildern und den Fotos ihrer Lieben. Wie früher bezeichnete sie das Zimmer als ihr Paradies.

Am 5. Mai vereinte sie der Herr mit den Seinen.

 

Paula Biner-Brantschen - 20.04.2015

Paula ist im Weiler Tennjen am 2. Januar 1922 geboren. Sie war das fünfte von 14 Kindern der Familie Josef und Franziska Brantschen-Fux. In den Tennjen ist sie auch aufgewachsen und konnte im Elternhaus alle acht Jahre die Schule besuchen. In jungen Jahren war sie eine gute Hilfe ihrer Mutter, den Geschwistern eine liebe Schwester.

Viele Jahre war sie in der Früh- und Spätschicht in der Scintilla in St. Niklaus tätig. 1949 gründete Paula mit  Biner Rudolf, auch ein Tennjer, eine eigene Familie. Rudolf führte sie nicht nur zum Traualtar, sondern auch aufs Matterhorn. Es wurden ihnen die 4 Söhne Klaus, Alexander, Karl und Rafael geschenkt. Der kleine Rafael weilte nur 8 Tage bei ihnen, dann kehrte er zum Schöpfer zurück. Paula musste auch miterleben, wie ihr 1 ½-jähriges Grosskind durch einen Sturz verschied. Ihrem kranken Sohn Karl schenke sie eine Niere und besuchte ihn täglich. Leider verstarb er aber früh an Herzversagen.

Müssig sein, das kannte Paula nicht. Im fortgeschrittenen Alter strickte sie stundenlang „Triggini“ für gemeinnützige Zwecke. Auch dem Trachten- und dem Theaterverein war sie ein treues Mitglied. Noch mit 90 Jahren war sie hier aktiv.

2012 nahmen ihr zwei schwere Operationen viel Kraft. So musste sie ihre gewohnte Umgebung trotz familiärer Fürsorge verlassen. Im Altersheim fand sie gute Pflege und fühlte sich wohl. Am 20. April 2015 ist Paula Biner friedlich entschlafen.


Therese Sarbach-Imboden - 18.04.2015

Therese wurde am 5. März 1924 in Embd geboren und wuchs mit 9 Geschwistern in Embd/Kalpetran auf. Mit Ihren Eltern Josef und Maria Imboden-Gsponer, erlebten Sie eine glückliche Kindheit.

Bis zur Heirat mit Felix Sarbach aus St.Niklaus, am 7.November 1964, arbeitete sie in der elterlichen Landwirtschaft. Leider wurde dem Paar der Kinderwunsch nicht erfüllt. 32 Jahre konnte sie mit Ihrem Mann Felix im Weiler „Schwidernen“ verbringen.

Am 7.November 1996 zügelten sie gemeinsam ins Altersheim „St.Nikolaus“, wo sie sehr gut betreut wurden und sich immer wohl fühlten. Therese war zeitlebens eine gläubige Frau. Am 7.Juni 1997 starb ihr geliebter Ehemann Felix nach nur 7 gemeinsamen Monaten im Heim. Therese konnte fast 19 Jahre im Altersheim verbringen; die längste Zeit im Rollstuhl, mit dem sie aber behände durch die Räume fuhr.

Letztes Jahr konnte sie noch ihren neunzigsten Geburtstag feiern. Von da an wurde ihr Gesundheitszustand immer schlechter, bis sie am Samstag 18. April 2015 von ihren Altersbeschwerden erlöst wurde. Sie ist friedlich entschlafen.

 

Hedy Imboden-Sarbach - 08.04.2015

Hedy  erblickte am  26. November 1924, als ältestes Kind von Raphael und Veronika Sarbach geb. Chanton, das Licht der Welt.  Mit ihrem 2 Jahre jüngeren Bruder Armin erlebte sie eine schöne Kindheit in St.Niklaus. 1943 nahmen sie die kleine Lolette in ihre Familie auf.

Ihre Jugendjahre verbrachte Hedy mehrheitlich im elterlichen Betrieb.

Mit 22 Jahren vermählte sie sich mit Charly Imboden. Ihnen wurden 9 gesunde Kinder geschenkt. Mit viel Fleiss und Herzblut führten sie gemeinsam mehrere Betriebe. Bis heute zählt die Bellifamilie über 70 Personen.

Während des wohlverdienten Ruhestandes wurde Hedy liebevoll von Ihrem Charly umsorgt. Im September 2011 musste sie aus gesundheitlichen Gründen ins Alters- und Pflegeheim St.Nikolaus umziehen. Dort pflegte und betreute man sie herzlich.

Knapp 4 Monate später, verstarb Charly an einem Herzinfarkt. So richtig froh wurde Hedy ohne Ihn nicht mehr.

Ende März verschlechterte sich ihr gesundheitlicher Zustand zunehmend. Am Mittwoch 08. April schlief Hedy, im Beisein ihrer Familie friedlich ein.

Klara Truffer - 31.03.2015

 

Klara erblickte das Licht der Welt am 27. Januar 1953 als 3. von 8 Kindern der Johanna uns Ambros Lauber. Sie erlebte eine unbeschwerte einfache Kindheit in Täsch. Nach 2 Jahren Haushaltungsschule in Zermatt verschlug es sie ins Ried und heiratete dort mit zwanzig Jahren Armin Truffer.

Drei Kindern schenkte Klara das Leben: Mireille, Dominik und Patricia. Leider verschied der Sohn nach bloss 2 Monaten. Zusammen bauten sie das „Alpenrösli“ auf. In Siders fanden sie aber noch eine zweite Heimat.

Nach 10 Jahren Pflege starb ihr der Mann weg und Klara gab auch den Gastbetrieb auf. Sie verkaufte die Wohnung in Siders, zog nach Zaniglas und arbeitete in der Scintilla bis zur Erkrankung. Sie freute sich an ihren 4 Enkeln. 10 Jahre pilgerte sie mit der Krankenvereinigung nach Lourdes.

Vor 2 Jahren stellte man im Spital COPD fest. Nach bedrängenden Monaten wurde Klara – umgeben von ihren Lieben - am 31. März von ihren Leiden erlöst.

 

Margrit Imboden - 13.03.2015

 

Margrit wurde Monika und Emanuel Mooser am 23 August 1951 geschenkt. Als 3. von 8 Kindern wuchs sie in Täsch auf. Dann besuchte sie die Haushaltungsschule in Zermatt und war nachher im Verkauf und im Service tätig. Sie organisierte gern und neben viel Arbeit hatte sie auch Gelegenheit das Tanzbein zu schwingen.

1982 lernt sie Roland Imboden kennen und wollte ihr Ja auf der Täschalpe geben. Schneefall am 23. Mai 83 empfahl ihnen jedoch die Täscher Kirche.

Ihr erstes Kind Patrick wurde leider allzu früh in den Himmel abberufen. Der Herr schenkte ihnen aber noch 3faches Kinderglück: Melanie, Chantal und Joel.

Die liebste Zeit verbrachte Greta auf der Täschalpe. Sie hatte einen grünen Daumen und war gen mit ihrem Roland unterwegs.

Das Oma-Glück war leider überschattet von Krankheit. Doch sie klagte sich nie und spendete den andren Trost. Am 13. März wanderte sie in die neue Heimat zu ihrem Patrick.

 

Therese Gruber - 06.03.2015

 

Therese wurde am 2. Dezember 1935 Marie und Roman Imboden in die Wiege gelegt. Als Älteste von 5 Kindern schaute sie pflichtbewusst zu ihren Geschwistern. In Châteauneuf ging sie nach der Primarschule in die Haushaltungsschule und lernt Französisch. Als Gute Seele half sie überall uns auch Wöchnerinnen im Dorf, so dass eine Mutter ihrem Kind den Namen Therese gab.

Auf luftiger Höhe von Sparren freundete sie sich mit Arthur Gruber an und heiratete 1954. Im Désalpes wohnhaft schenkte sie Rolf, Gaby und Lorette das Leben. Später zogen sie in ihr Eigenheim in der Eya. Nach dem Schuleintritt der Jüngsten stieg Therese bei der Schintilla ein.

Anfangs der 70er Jahre kehrten Aggi und Therese zu den Ursprüngen zurück: Auf Sparren bereiteten sie ihren Kindern und Enkeln ein warmes Nest.

Da zogen Wolken der Krankheit auf und Therese weissagte anfangs Woche: „Am Freitag geh ich heim.“ Und so verschied sie am Freitag den 6. März friedlich im Herrn.

Liliane Brantschen-Koller - 14.02.2015
Lilli Brantschen-Koller ist am 16. November 1950 in Zürich geboren. Ihre Kindheit war nicht gerade rosig. Nach der Schul- und Lehrzeit lernte sie in den 60er-Jahren Johann Brantschen kennen und sie heirateten.

Sie durfte eine schöne Zeit im Nikolaital verbringen. Lilian Brantschen schenkte vier Kindern das Leben. Leider verlor sie ihre erste Tochter Tamara kurz nach der Geburt. Am 28. März 1988 verlor sie ihren lieben Mann Johann. Lilli konnte aber die schwere Zeit meistern und zog nach Visp. Sie durfte dort ein nettes Leben führen. Das Schicksal traf sie aber am 4. 2. 2002, als ihre 2. geliebte Tochter Tamara ums Leben kam.

Sie erholte sich ein wenig, verletzte sich jedoch bei einem schweren Unfall am Bein. Von da an war Lilli auf Hilfe angewiesen. Schliesslich zog sie ins St. Josefsheim in Susten. Dort lebte sie wieder auf. Am Samstag, 14. Februar 2015 ist sie friedlich entschlafen.

 

Therese Schnidrig - 14.02.2015


Am 24. Oktober 1935 ist Therese als erstes Kind von Alfred und Veronika Fux–Jenelten zur Welt gekommen. Die Jugend- und Schulzeit verbrachte sie mit ihrer Schwester Moni und dem Stiefbruder Ernest in St.Niklaus. Nach dem Schulabschluss arbeitete Therese in der Scintilla AG bis zu ihrer Hochzeit.

Im Jahr 1957 vermählte sie sich mit Emil Schnidrig von Gasenried.

Der Familie entsprossen 2 Kinder, Annemarie 1958 und Arthur 1964.

Ihr Mann Emil verstarb nach langer Krankheit am 27. August 2006 im Alter von 75 Jahren. Ein schwerer Schlag war für sie der frühe Tod ihres Sohnes Arthur der 2012 im Alter von erst 49 Jahren verstarb.

Vor 2 Jahren wurde bei Therese Demenz diagnostiziert. Im April 2014 musste sie wegen ihrer Krankheit ins Altersheim St. Theodul in Fiesch einziehen. Ende Dezember 2014 verschlechterte sich ihre Gesundheit von Woche zu Woche. Am 14. Februar 2015 ist Therese nun von ihrer Krankheit erlöst

 

 Helene Imboden - 08.02.2015

 

Helene wurde am 30.  Dez. 1923 als ältestes von fünf Kindern ihren Eltern Amanda und Rudolf Brantschen in die Wiege gelegt. Zusammen mit ihren Geschwistern erlebte sie eine harte aber glückliche und zufriedene Jugendzeit.

 Am 31. Okt. 1944 gründete Helene mit Rafael Imboden eine Familie. Der Ehe entsprossen 7 Töchter und 4 Söhne. Später wurden sie stolze Grosseltern und Urgrosseltern von 22 Enkeln und 31 Urenkeln.

 Helene und Rafael zogen die grosse Kinderschar zusammen auf und Helene pflegte nebenbei mit Fürsorge und Liebe ihre betagten Eltern und Josef auf ihrem letzten Lebensabschnitt. 25 Jahre Wohnsitz im Weiler Rittinen und die vielen Sommer-Aufenthalte im Erbji zählten zu den unvergesslichen Erlebnissen von Helene.

Helene blieb von Schicksalsschlägen nicht verschont: 3 Schwiegersöhne und 2 Töchter sind ihr im Tode vorausgegangen. 2008 verlor sie –nach 63 glücklich-erfüllten Ehejahren- ihren Mann Rafael.

 Die letzten Jahre verbrachte sie –liebevoll umsorgt - bei ihrer Tochter Christine. Vor 5 Monaten machte der Gesundheitszustand der Verstorbenen einen Umzug ins Senioren- und Pflegeheim St. Niklaus unumgänglich: Hier erfuhr sie fürsorgliche Betreuung und Pflege.

 Am Sonntag, 8. Februar gab sie, umgeben von ihren Angehörigen, dem Schöpfer ihre Seele zurück.
 

Madlene Schnidrig  - 22.01.2015

 

Madlen ist am 14. Oktober 1924 in Gasenried geboren und wuchs mit 2 Stiefbrüdern und 4 Geschwistern auf Meiggern auf. Nach der Schulzeit arbeitete sie bei einer Zahnartfamilie in Bern.

Am 1. November 1945 heiratete Madlen Truffer Albert Schnidrig. Sie hatten miteinander 7 Kinder (2 starben nach der Geburt). Madlen schaute gut zur Familie.

Am 16. März 83 verlor sie Ihren Mann durch einen Herzinfarkt in den Ferien. Durch Gottes Gnade gelang es ihr, die Freude am Leben trotzdem zu behalten.

Am liebsten war Madlen im ihrem Garten; mehr als einmal gewann sie den Preis des Verkehrsvereins für die schönste Blumenpracht am und ums Haus. 10 Grosskinder und mittlerweile 18 Urenkel durfte sie geniessen. Vor 3 Jahren zog Madlen ins Altersheim. Sie fühlte sich wohl. Trotzdem war sie bereit ins Neue Leben zu gehen. So entschlief sie am 22. Januar nach einem reich erfüllten Leben.

Gregor Brantschen - 13.01.2015

Gregor war am 19.8.1928 in Randa geboren worden, als sechstes Kind von Jakob und Marie Brantschen-Truffer. Gregor besuchte 8 Jahre in Randa die Schule, anschliessend für 2 Jahre die landwirtschaftliche Schule in Visp. Als junger Bursche war er in den Schulferien stets auf der Taflühe und hütete Schafe. Diese Wochen und Monate waren für ihn eine sehr harte Zeit.

 Nach Beendigung der Schule nahm ihn sein Bruder Fritz mit auf die Arbeit. 1951 - 1957 arbeitete er in der Scintilla. Anschliessend wechselte er zur BVZ, wo er 36 Jahre als Arbeiter und Vorarbeiter tätig war.  Gregi - wie ihn alle nannten - war ein starker Mann, ein guter, fleissiger Arbeiter und immer für die anderen da. Neben seiner anstrengenden Arbeit auf der Bahn - wo es auch ab und zu Nachtschichten gab - betrieb er noch eine kleine Landwirtschaft. Für die Gemeinde war er jahrelang als Viehschätzer unterwegs.

 1953 heiratete Gregi  Hilaria Truffer und sie waren bald eine grosse Familie mit 5 Kindern: Max, Sophie, Elio und die Zwillinge Adèle und Arno. Für seine Familie baute er im Bifig 1968 ein schönes Haus, welches er nach und nach an- und umbaute.

Nach seiner Pensionierung war Gregi bald ein wenig ruhiger. Es verging aber kein Tag, an dem er nicht gerne eine Jassrunde einschaltete. Er war ein sehr guter, zufriedener Mensch, der in allem immer das Positive sah. Ein schwerer Schicksalsschlag traf ihn und die ganze Familie am 4.1.2013, als sein ältester Sohn Max in einem Verkehrsunfall verstarb. Sein tiefer Glaube an den Herrgott half ihm in dieser schwierigen Zeit.

 Einen Tag nachdem er Urgrossvater geworden ist, entschlief er am 13. 1. in seinem geliebten Bifig.

Rosa Keller - 09.01.2015

 

Am 28. März 1927 kamen Rosi und Ihre Zwillingschwester Viktorina in St. Niklaus  als Töchter von Alfred Kalbermatten und Viktorina Pollinger zur Welt. Die beiden Mädchen wuchsen zusammen mit 11 Geschwistern  in der Bäckersfamilie auf.

 Als zwölfjähriges Mädchen arbeitete Rosi, während der Schulferien, als Küchenmädchen in Crans-Montana. Oft musste sie abends nach der Schule „ uf  Jungu „ laufen , die Kühe  hirten, am anderen morgen  die Milch  ins Tal  bringen  und  wieder zur Schule gehen. Trotz der harten Arbeit sagte Rosi immer, dass es eine schöne Zeit gewesen sei. 

 Nach der obligatorischen Schulzeit ging Rosi mit 14 Jahren zum Bruder nach Wassen, betreute dort die Kinder und half im Geschäft aus. Danach arbeitete sie in Basel und später über 12 Jahre in Zürich. Obwohl es ihr sehr gut gefiel, zog es sie immer wieder ins Wallis. Sie vermisste die Berge. Mit verschmitztem Lächeln erzählte sie, dass sie eine der ersten Frauen war, die auf den Bergtouren Hosen trug. In Zürich lernte Rosi Thomas Keller kennen. Ein Jahr später heirateten die beiden.

Mit 29 Jahren kehrte Rosi zusammen mit ihrem Mann nach St. Niklaus zurück. Ihr Mann arbeitete zuerst bei der  Baufirma Gitz  bevor  sie zusammen ein Lebensmittelgeschäft  auf machten. In den darauf folgenden Jahren schenkte Rosi vier Kindern das Leben. Neben der Familienarbeit arbeitete sie immer im eigenen Geschäft. Ihr Spitznamen  „Migro-Rosi“  stammte aus dieser Zeit.   Am 7. Feb.1994 starb ihr Mann Thomas. Rosa meisterte die Zeit als Witfrau und trug ihr Schicksal mutig und zuversichtlich. Im Sommer 2013 zog sie ans Alterszentrum St. Nikolaus. Am 9. Jan. verstarb sie nach einem Schwächeanfall  ganz unerwartet.