In memoriam





Zum Gedenken an unsere lieben Verstorbenen:

 

"Auferstehung ist unser Glaube,
Wiedersehen unsere Hoffnung,
Gedenken unsere Liebe."

Aurelius Augustinus

Margrit Fux-Fux - 31.12.2016

Margrit wurde am 17. August 1947 als 3. Kind der Delphina und dem Emil Fux geboren. Sie besuchte sieben Jahre lang die Primarschule im Ried und danach zwei Jahre die Haushaltungsschule in Zaniglas. Im Sommer musste sie im Ried in der Landwirtschaft mithelfen und kümmerte sich nebenbei hingebungsvoll um ihre kranke Schwester Magdalena. In der Wintersaison arbeitete sie mehrere Jahre in Zermatt im Hotel Schönegg und im Hotel Dom als Zimmermädchen. Im Winter bevor sie heiratete half sie im Hotel Edelweiss in Unterbräch. 

Am 23. Mai 1969 führte sie Uli Fux zum Altar. Der Ehe wurden drei Kinder geschenkt; Erich, Madlen und Klaus. Bis zum Tod ihrer Mutter im Mai 1994 hat sie sich liebevoll ein halbes Jahr lang um sie gekümmert. Ihr Tod hat Margrit sehr zugesetzt.

Im Jahr 2005 wurde bei ihr Brustkrebs diagnostiziert. Nach mehreren Operationen hat sie sich nicht mehr richtig erholen können. Sie hatte keinen Mut mehr. Das Leben war für sie nicht mehr so leicht. Sie konnte das Haus nicht mehr viel verlassen und verbrachte viel Zeit vor dem Fernseher, wo sie auch jeden Tag die Messe mitverfolgte. Die sieben Enkelkinder konnten sie immer wieder aufmuntern. Sie hat sich gut um sie gekümmert. Noch kurz vor ihrem Tod hat sie allen einen feinen Braten zubereitet.

Am 14. Oktober 2016 ist ihre Welt komplett zusammen gebrochen. Ihr Mann Uli starb. Sie konnte es kaum fassen und vermisste ihn sehr.

Nach einem gemütlichen Silvesteressen mit ihrem ältesten Sohn sollte sie nicht mehr zu Hause ankommen. Sie hatte vor dem Haus Herzversagen und ist so ihrem Mann nachgefolgt. 

 

Alina Lilly Fux-Fux - 29.12.2016

Lilly wurde am 26. September 1920 als 5. Kind von Fux Josef genannt

(Glimi Josi) und Glaser Rosa im Ried geboren. Sie wuchs zusammen mit 6 Geschwistern auf. Ihre arbeitsreiche Jugend verbrachte sie hauptsächlich im Ried beim Mithelfen in der Landwirtschaft oder später mit Proviant auf die Bordierhütte tragen wo ihr Vater Bergführer und Hüttenwart war.

Nach der Schulzeit war sie in mehreren Stellen als Au-pair oder

Zimmermädchen tätig. Anschliessend machte sie in Lausanne die Köchinnen-

lehre, was ihr in den späteren Jahren als Köchin in den Jugendheimen zugute kam.

Am 3. Oktober 1942 heiratete sie in Grächen Ernst Fux. In Silenen im Kanton Uri kamen ihre Kinder Evi und Paul zur Welt. Aus Heimweh kamen sie 1946 zurück nach Grächen und schufen sich im alten Loryhüs in den Matten ein Eigenheim. Dort kamen ihre Söhne Hans-Peter, Josef und Niklaus zur Welt. Sie richteten sich eine Fuhrhalterei mit mehreren Maultieren ein, wo Lilly stets an vorderster Front dabei war! Durch die Krankheit eines Sohnes wurde Lilly zusätzlicher Einsatz abverlangt doch im täglichen Rosenkranzgebet und im Vertrauen auf Gott konnte sie immer wieder neue Kraft tanken.

In Naters genossen Lilly und Ernst ihren wohlverdienten Ruhestand. Nach verschiedenen Stationen bei ihren Kindern zog das Paar wieder nach Zaniglas. Ernst wurde immer kränklicher und Lilly pflegte ihn bis zu seinem Tode im August 2001. Lilly suchte gern den Kontakt zu ihren Freunden und Jasskollegen. Grosse Freude hatte sie an ihren 16 Gross-, 21 Urgrosskindern und an ihrem Ur-Urgrosskind.

Im Oktober 2015 konnte sich Lilly überwinden ins Alters & Pflegeheim St. Nikolaus umzuziehen. Am Abend des 29. 12. 2016 ist Lilly geschwächt durch eine Lungenentzündung friedlich entschlafen. 

 

Ulrich Fux-Fux - 14.10.2016

Unser Opa Uli ist am 06. Mai 1932 als 9. Kind der Viktoria und des Leo Fux im Ried geboren. Als der Opa 7 Jahre alt war, ist ihm seine Mutter an der Geburt des 10. Kindes gestorben. Von da an haben ihn seine Geschwister gross gezogen. Die obligatorische Schulzeit hat er im Ried besucht. Während der Schulzeit hat er seinem Vater in der Landwirtschaft viel helfen müssen.

Nach der Schulzeit ist er für ein paar Jahre zu seinem Bruder Leo nach Biel gezogen um auf dem Bau zu arbeiten. In Biel hat ihn die Leidenschaft für die Arbeit mit den Steinen gepackt. Er ist dann zurück ins Wallis gekommen um in der Firma Imboden AG die Maurerlehre zu absolvieren. Bei der Firma Imboden AG hat er bis zu seiner Pensionierung treu gearbeitet. Viele Jahre hat er auch im Winter in Zermatt auf den Pisten gearbeitet.

Am 23. Mai 1969 hat er Margrith Fux geheitratet. Der Ehe wurden drei Kinder geschenkt Erich, Madlen und Klaus. Er war immer ein strenger aber fairer Papa.

Uli war ein harter Arbeiter. Mit 80 hat er noch Bruchsteinmauern gebaut. Seinen drei Kindern hat er immer bei ihrem Hausbau geholfen. Im Sommer hat man ihn immer auf der Weise beim Mähen angetroffen. Seine Leidenschaft waren die Geissen. Er war oft stundenlang im Stall. Für Skirennen- und Schwinger-Übertragungen hatte er immer Zeit, man durfte ihn sogar mitten in der Nacht dafür aufwecken. Noch vor zwei Jahren war er mit seinem Enkel auf dem Hannig Skifahren. An seinen 7 Enkelkindern hatte unser Opa sehr viel Freude. Sie haben ihn immer wieder gerne im Ried besucht. Uli war immer für einen Spass zu haben.

Seid einem Jahr haben wir bemerkt, dass unser Opa nicht mehr so mochte. Der Rücken hat im zu schaffen gemacht. Im März hat er sich dann am Rücken operieren lassen. Jedoch hat er sich von der schweren Operation nicht mehr erholt. Der Weg nach Schalbettu und in die Kirche ist ihm nicht mehr so einfach gefallen. Darunter hat er sehr gelitten. Der Atem wurde immer schwerer. Am 1. Oktober ist er das letzte Mal die Treppe bei seinem Haus hinunter gestiegen. Seither war er in Visp im Spital wo er am 14. Oktober an einer Lungenentzündung gestorben ist.

 

Marietta Pollinger-Imboden - 10.08.16

Marietta wurde ihren Eltern Margrith und Alexander Imboden-Gruber am 17. Juni 1959 geschenkt. Sie war das zweite von fünf Kindern. Sie besuchte die Schule in Zaniglas und schloss die Haushaltungsschule problemlos ab. Sie ging fleissig Sommerjobs nach in der Region. Nach Abschluss der Schulen arbeitete Marietta als Verkäuferin und im Service.

Früh begegnete sie Thomy Pollinger und der glücklichen Ehe entsprosst Tochter Chanel. Über 31 Jahre war sie die gute Seele im Restaurant „La Réserve“. Für jeden hatte Marietta ein offenes Ohr und ein bisschen Zeit. Zum Auffrischen reichten ihr einfache Sachen: An einem schönen Ort verweilen, die Sonne geniessen, schwimmen oder die Umgebung herrichten.

Als sie vor neun Monaten die schlimme Diagnose „Bauchspeicheldrüsen-Krebs“ erhielt, blieb Marietta ihr selber treu. Statt Gram und Kummer verbreitete sie Kraft und Freude. Nie hat sie gefragt oder geklagt. Die vorher bedrückten Besucher verliessen jeweils getröstet und gestärkt ihr Zimmer. Am Mittwoch, 10. August zog ihr sonniges Gemüt ein ins Licht des Herrn.

 

Fredy Biner - 01.08.2016

Fredy wurde am 2. September 1951 als drittes von zehn Kindern der Viktorina und des Alois Biner in St. Niklaus geboren. Er erlebte eine glückliche, aber geprägte Jugendzeit. Schon früh galt es in der elterlichen Landwirtschaft mitzuhelfen.

Nach der obligatorischen Schulzeit arbeitete er ein Jahr lang mit seinem Vater Alois zusammen, bevor er 17jährig seine Lehre als Mechaniker in der Scintilla AG begann. Später absolvierte er die Meister-Ausbildung. Als Verantwortlicher der  Maschinenreparatur blieb er der Scintilla bis zu seinem Lebensende treu und arbeitete dort bis kurz vor seinem Tode.

1974 heiratete er sein Hildi. Aus dieser Ehe stammen: Alois 1975, Mathias 1976 und Arnold 1978.

In jungen Jahren unternahm er gerne Bergtouren mit seinem Schwager Mauro. In der Freizeit war er oftmals auch in seiner Werkstatt anzutreffen. Seine Konstruktionen waren vielen eine grosse Hilfe. Ebenso half er wann und wo immer nötig im Glacier Sport in Grächen. Der Landwirtschaft  widmete Fredy die letzten Jahre wieder mehr Zeit, sei es beim Heuen oder in der Stallung in den „Gerstern“.

2004 wurde er zum 1.Mal Grosspapa, dieses und fünf weitere Enkelkinder bereiteten ihm sehr viel Freude.

Nach längerem Unwohlsein wurde bei Fredy 2014 eine schwere Krankheit diagnostiziert. Gemeinsam mit Hildi, welche ihm eine grosse Stütze war, kämpften sie tapfer bis zum Schluss. In den Abendstunden des Nationalfeiertages schied er aus diesem Leben.

 

Siegfried Fux - 01.08.2016

Siegfried wurde am 18.März 1923 als zweiter Sohn des Alexander und der Maria Fux-Brantschen „zum Stäg“ geboren. Bald schon zog die Familie nach Rossen, wo der Verstorbene die ersten Lebensjahre verbrachte.

Nach der Schule und dem Militärdienst arbeitete Siegfried 10 Jahre als Hirt auf der Alpe „Jungen“. Mitte der 50er Jahre baute er sich in Jungen ein Haus. Während ungefähr 50 Jahren war er „z’Winterstellu“ auf seiner geliebten Alp und hat dort die Kühe und Rinder versorgt. Als die Seilbahn noch nicht bestand, kam er sonntags regelmässig herunter ins Dorf, um hier den Gottesdienst zu besuchen.

Mitte der 60er Jahre baute er sich in Rossen ein Haus. Ab 1972 arbeitete er zirka 10 Jahre lang, bis zu seiner Pensionierung, als Gemeindearbeiter.

Bezeichnend für Siegfried war seine Freude and den Kühen, spezielle begeistert war er von den Erringerrasse. Bis in’s hohe Alter war er oft im Holer in Raron und in Aproz am Kantonalen Stechfest. Seine Neffen versuchte er schon als Kinder von diesen Tieren zu begeistern und nahm sie an Stechfest mit. Auch begleitete er sie auf der Jagd.

Nach seiner Pensionierung wurde Jungen für viele Monate wein Zuhause. Stets verfolgte er das akutelle Weltgesehen mit grossem Interesse. Bis vor wenigen Wochen las er noch täglich die Zeitung. Siegfieds Kräfte nahmen in den letzten Jahren stetig ab. Letzten Herbst, mit 92 Jahren, ging er ins Alters- und Pflegeheim. In der Nacht auf den 1. August ist er zu seinem und unserem Schöpfer. 

 

Theo Wyss-Imboden - 30.07.2016

Theodor Ernst erblickte am 23. August 1942 als Sohn von Gottfried und Dorothea Wyss in Thun das Licht der Welt. Dort verbrachte er mit seinem jüngeren Bruder Albert eine schöne Kindheit und Jugend.

Er absolvierte die obligatorische Schule in Thun. as Gymnasium in Luzern schloss er 1964 mit der Matura ab. Anschliessend nahm er das Medizinstudium an der Uni Bern auf uns schloss dieses 1971 mit dem Staatsexamen ab. 1974 erlangte er den Doktortitel.

Nach der Assistenzzeit an verschiedenen Kliniken wurde er Oberarzt im Spital Visp. Hier lernte er seine Bernarda kennen. 1980 gaben sich die Beiden das Jawort und eröffneten im waadtländichen Chardonne eine Praxis. In dieser Zeit kamen die beiden Kinder Valérie und Etienne zur Welt. 1986 zog die Familie nach St. Niklaus um. Theo führte hier seine Arbeitstätigkeit als Hausarzt im Kaplaneihaus weiter. Er war Arzt mit Leib und Seele und kümmerte sich mit voller Hingabe um seine Patienten.

Ausgleich fand Theo in der Freizeit mit der Familie, beim Segeln auf dem Genfersee oder bei Skiausflügen auf dem Gornergrat. Theo hatte auch grosses Interesse an Musik und Sprachen

2003 wurde bei Theo in seinem Knochenmark eine bösartige Erkrankung diagnostiziert. Trotz der Krankheit konnte er die verbleibende Zeit mit seiner Familie in den Birchmatten geniessen und an den Studienabschlüsse seiner Kinder teilnehmen. 2013 durfte er noch die Hochzeit seiner Tochter Valérie miterleben und ein Jahr später machte ihn die Geburt seines Enkels Yanis zum stolzen Grossvater. Über die letzten Jahre und Monate verschlechterte sich sein gesundheitlicher Zustand zunehmend. Er musste ins Spital eintreten wo er am 30. Juli im Beisein der Familie friedlich einschlafen konnte.

 

Auxilius Truffer-Brantschen - 02.07.16

Xilius wurde am 28. November 1933 im Ried neben der Kapelle geboren. Er war das jüngste von 7 Kindern der Familie Viktoria und Josef-Marie Truffer-Ittig. Da seine Mutter in 2.Ehe lebte, wuchs er  mit 4 Geschwistern und 2 Stiefgeschwistern auf. Als er 1 Jahr alt war, zügelte die Familie „uf d`Meiggra“, wo er zeitlebens seine Heimat fand. Die Jugendjahre waren zur damaligen Zeit sehr hart. Seine Mutter wurde zum 2. Mal Witwe und Xilius verlor im Alter von nur 7 Jahren seinen Vater. Also musste er schon früh überall anpacken und in der Landwirtschaft mithelfen. Nach der obligatorischen Schulzeit fand er Arbeit auf der Säge und später in der Scintilla, wo er 40 Jahre treuer Mitarbeiter war. Immer für ein Spässchen zu haben liebte Xilius die Musik, fasnachtete und tanzte in jungen Jahren für`s Leben gerne.

1958 heiratete Xilius Martha Brantschen. Ihr älterster Sohn Andreas wurde geboren, der aber leider im zarten Alter von 13 Monaten starb. Xilius und Martha wurden noch  stolze Eltern von 7 Kindern: eine Tochter  Hildegard und sechs Söhne: Andreas, Philippe, Ignaz, Thomas, Hans-Peter und Fredy. Später gesellten sich noch 11 Enkelkinder dazu.

Zusammen mit Martha hat Xilius „ uf dä Meiggru „ eine wunderbare Heimat für seine grosse Familie aufgebaut. Neben seiner Arbeit in der Scintilla betrieb er mit der ganzen Familie eine Landwirtschaft. Mit viel Liebe und Stolz hegte und pflegte er seine Matten, Felder und Wiesen und goss die vielen Blumen ums Haus. Diese Naturliebe hat sich auf seine Kinder übertragen und mit Stolz hat Xilius bis zum Alter von 82 Jahren mit seinen Söhnen die Landwirtschaft betrieben.

Im letzten Herbst wurden aber  seine Schritte kürzer, „die Schuhe schwerer“ - wie er sagte, und die Kräfte liessen zusehends nach. Xilius war unheilbar erkrankt. Mit bewundernswerter Geduld hat er seine Krankheit ertragen. Gross war seine Freude als er im März noch Urgrosspapa werden durfte. Er freute sich sehr über den Besuch von Samuel an seinem Krankenbett. Am 2. Juli ist Xilius im Spital Brig friedlich entschlafen.

 

Hermann Imboden - 20.06.2016

Hermann erblickte  als jüngstes Kind von Josef und Maria Imboden-Fux  im Jahre 1935 am 22. April  in Herbriggen das Licht der Welt. Er hatte 4 Geschwister. Leider musste er schon im Kindesalter mit dem Verlust seines Vaters und seines Bruder Ewald zurecht kommen. Er war ein fleissiger Arbeiter bei  der Bauunternehmung Imboden und später war er bis zu seiner wohl verdienten Pension bei der GGB als Ratrac-Chauffer tätig.

Im Jahre 1958 hatte er das Glück seine herzensgute Frau Erna aus Eisten kennen und drei Jahre später schlossen sie den Bund der Ehe. Aus dieser Ehe gingen 5 Kinder hervor: Marianne, Astrid, Ewald, Ingrid und Erhard. Sein Heim, in welchem heute 3 Familien ein Zuhause haben, hat er mit eigenen Händen erschaffen. Das Fundament hat er selber ausgehoben und Bauholz aus dem Wald geholt.

Trotz der vielen Arbeitsstunden hatte Hermann auch Freizeit, welche er sehr gerne in der Natur verbrachte. Die Jagd war seine grosse Leidenschaft. Er ging auch gerne Fischen oder Schiessen. Die Geselligkeit beim Jassen hat er genossen und an vielen Jasstournieren teilgenommen. Mit seiner Frau, Kindern und Enkelkindern hat Hermann manch schönen Ort gesehen. Mit Erna wäre er dieses Jahr zum 20. Mal nach Lourdes gefahren. Er hatte viel Freude an seinen 12 Enkelkindern. Einige davon teilten seine Interessen: die Jagd oder das Jassen.

Leider haben ihn diesen Winter seine Kräfte verlassen und so ist Hermann Imboden am 20. Juni zum Herrn zurückgekehrt.

 

Hilda Biffiger-Furrer - 15.06.2016

Ihre Kindheit verbrachte Hilda im Bärgji, und in den Hofen. Dort wuchs Sie in einer Grossfamilie auf. Die Liebe zog Sie dann 1973 „über die Grenze“ ins Ried, wo Sie mit Vitus ein schönes Zuhause erbaute. Die 4 gemeinsamen Kinder brachten dann Leben  in dieses Haus.

Leider veränderte sich Ihr Leben, als 1993 Ihr Ehemann Vitus nach schwerer Krankheit starb. Nur 2 Jahre später schlug das Schicksal erneut zu, und Sie musste Ihren Sohn Raoul zu Grabe tragen. Darüber kam Sie nie hinweg. Trotzdem bemühte Sie sich stets eine liebende, fürsorgliche und tapfere Mutter für Ihre Kinder zu sein.

Trotz viel Arbeit mit Haus, Garten und Landwirtschaft brachte Sie das alles unter einen Hut. Ihre  Leidenschaft und Stolz waren Ihre Eringerkühe. Dieses Hobby teilte Sie sich mit Reinhold. Trotz Ihrer schweren Krankheit die Sie über Jahre mit grosser Geduld ertragen musste, war es Ihr immer wichtig, Reinhold bei diesem gemeinsamen Hobby zu unterstützen und zu helfen.

Ihre 5 Grosskinder besuchten Sie immer gerne, da Oma die beste Köchin war. Auch Heinz besuchte Sie, wenn möglich einmal in der Woche zum gemeinsamen  urchigen Mittagessen, welches Sie stets mit viel Liebe zubereitete. Ein grosser Wunsch erfüllte sich letztes Jahr, als Sie mit Alfreda nach Lourdes reisen durfte. Das gab Ihr wieder neue Hoffnung und Kraft.

Immer wieder bewunderten wir, dass Sie sich niemals beklagt hatte, auch wenn es Ihr noch so schlecht ging. Am 15. Juni gab sie ihr Leben zurück zu ihrem Schöpfer.

 

Beat Lochmatter - 04.06.2016

Beat wurde am 3. November 1948 als zweites Kind von Hilda und Ernest Lochmatter-Fux geboren. Zusammen mit seinen vier Geschwistern wuchs er in den Hundschipfen auf. Nach der Schulzeit in St. Niklaus absolvierte er eine Lehre als Maschinenzeichner bei der Scintilla.

Um sich weiterzubilden verbrachte er danach 3 Jahre an der Technischen Hochschule in Luzern. Zurück bei der Scintilla wagte er nach 10 Jahren den Schritt in die Selbständigkeit und arbeitet noch bis kurz vor seinem Tode.

Im Jahr 1971 heiratete er Martha und zog mit ihr zusammen die drei Kinder Marion, André und Eliane im gemeinsamen Eigenheim im Bord auf.

Grosse Freude und Stolz bereiteten ihm seine 4 Enkelkinder Janis, Robin, Lara und Nora.

Beat war sehr naturverbunden. Viel Zeit verbrachte er in seinem geliebten Jungen und der Jungerbahn. Mit Wandern und Skifahren hielt er sich körperlich fit. Durch das Erlangen der Privatlizenz als Helikopterpilot erfüllte er sich einen grossen Traum und verbrachte viele Stunden in der Luft.

Am 4. Juni in den frühen Morgenstunden wurde Beat von seinem kurzen schweren Leiden erlöst.

 

Cécile Theler-Lagger - 07.03.2016

Cécile ist in Zaniglas geboren am 12. März 35 als zweitjüngstes der Maria und des Alexander Lagger. Das lebenslustige Mädchen absolvierte hier die Schule und zog dann nach Bern, wo sie im Gastgewerbe arbeitete. Diese Tätigkeit übte sie kurz darauf hier im Edelweiß aus.

Durch die Wasserstollen kamen auswärtige Mineure ins Nikolaital. Sie lernte Walter Theler aus Raron kennen und gab ihm 1957 das Ja-Wort. Der Ehe entsprossen Annelies, Urs und Roland, denen sie eine liebevolle Mutter war. Cécile tanzte leidenschaftlich gern, liebte die Natur und sammelte Kräuter und Pilze. Ihre Stimme war lang im Kirchenchor zu hören.

Der plötzliche Tod ihres Mannes 1998 war nicht gut für ihre Gesundheit. So musste sie sich etlichen Operationen unterziehen. Wallfahrten nach Lourdes bescherten Cécile Freundschaften, die nun ein Leben lang hielten. Im Juli 14 entschied sich Cécile, ins Altersheim zu ziehen. Umgeben von der Familie gab sie am 7. März ihr Leben dem Schöpfer zurück.

 

Alice Sarbach-Brantschen - 05.03.2016

Alice erblickte das Licht der Welt am 28. September 1926 in Randa. Ihre Eltern waren Jakob und Maria Brantschen.

Am 20. April 1953 heiratete sie Arthur Sarbach. Sie war eine arbeitssame Frau und war fest mit Gott verbunden.

Bald nach dem Tod ihres Mannes zog sie ins Senioren- und Pflegeheim St. Nikolaus. Mitten im Gebetsaufbruch des Papstes Franziskus „24 Stunden für den Herrn“ rief  Gott sie zu sich am 5. März 2016

 

 

 

Pius Truffer-Biffiger - 26.02.2016

Pius Truffer wurde als jüngstes von 14 Kindern am 2. Februar 1932 in Gasenried als Sohn des Franz und der Monika Truffer-Biner geboren. Seine Jugendzeit brachten für Pius neben der Geborgenheit in der Grossfamilie auch viele Entbehrungen mit sich. Als sehr guter Schüler durfte er damals als einer der wenigen, neben der Primarschule in Gasenried, auch die Sekundarschule in Visp besuchen.

Als junger Erwachsener führte ihn sein Weg nach Zürich. Hier machte er während 7 Jahren die Ausbildung zum Maurer und Polier.

Familiäre Gründe brachten ihn wieder nach Gasenried zurück. Zwei „Riedini“ wurden hier in ihrer jugendlichen Blüte aufeinander aufmerksam. Dies führte 1957 zur Ehe mit Therese. Mit ihr teilt er die restlichen 59 Jahre seines Lebens.

Ihnen wurde 5 Kinder geschenkt: Marliese, Odilo, Roger, Jacqueline und Heinz-Edwin. Mit Therese stellte er sich in den Dienst der Familie und der Kinder. Insbesondere sollten alle Kinder die Möglichkeit auf eine eigen gewählte Ausbildung haben und hierin wurden die Kinder dann auch in allen Belangen unterstützt. Der für beide wichtige Frieden innerhalb der Familie konnte so stets bewahrt werden.

Pius war ein Mann der Prinzipien. Er liebte es, stundenlang zu diskutieren, war fair-gerecht, zuverlässig, auf eindrückliche Weise nicht-nachtragend, friedliebend und man konnte sicher sein, dass er in der Not da sein würde. Er war zeitlebens stark engagiert: als Trainer und Organisator von Jugend- und Sportanlässen, als Mitbegründer des Skiclubs Nadelhorn in Gasenried, als Feuerwahrkommandant, als Feldweibel im Militär, als Vorgesetzter auf Baustellen im ganzen Oberwallis und als Hausbauer für zahlreiche Mitglieder der Truffer- und Biffiger-Familie.

Pius war auch ein Mann der Geselligkeit, der Diskussion und des Miteinanders mit Seinesgleichen. Hierzu gehörten auch das Jassen, das Schäfern, das Arbeiten auf den eigenen landwirtschaftlichen Feldern und jegliches gemütliche Zusammensein bei Speis und Trank.

1990 verlor er bei einer Erdverschüttung beinahe sein Leben. Dieses Ereignis hatte prägenden Einfluss auf ihn. Es führte ihn näher an den Wert des Lebens und näher an die Menschen heran. Er war ein religiöser Mann. Gern hätte er seinen 60. Hochzeitstag in der Wahlfahrtskapelle zu Schallbetten gefeiert, - zusammen mit seiner Ehefrau und inmitten seiner mittlerweile auf über 20 Personen angewachsenen Familie.

 

Krankheit und das Schwinden der körperlichen Kraft, haben ihm dies jedoch vorenthalten. Er ist am 26. Februar im Beisein seiner Familie verstorben.

Karoline Truffer-Fux - 07.01.2016

1922 wurde sie Lina und Adolf Fux als jüngstes von 9 Kindern in Gasenried in die Wiege gelegt. In der Primarschule von Chäschermatten war sie eine ausgezeichnete Schülerin, mit einer selten schönen Handschrift und ein immer fröhliches und aufgestelltes Mädchen.

In der harten Zeit vor und während des 2. Weltkrieges half sie ihrem Vater Adolf und Bruder Roman, die in Zermatt einen Schusterladen betrieben, und verdiente später als Köchin und Kindermädchen in Brig ihr erstes Geld.

Mit 19 erlag die Frohnatur Karolin dem Charme von Prosper Truffer und gründete mit ihm in Lax eine junge Familie, lebte dann im Ried und schliesslich in Rittinen. Im Zweijahresrhythmus gebar sie 1942 Markus, 1944 Walter, liess dann 1946 aus, gebar aber dafür 1948 die Zwillinge Roman und Erika und 1950 die jüngere Tochter Ida. 1956 vervollständigte der Sonnenschein - der Franz - die Familie.

Wie viele Frauen, deren Männer von den grossen Baustellen des Wallis meist nur alle vierzehn Tage heimkommen konnten, musste sie für alles besorgt sein. Schon morgens um vier mähte sie taunasse Wiesen um anschliessend das Vieh zu füttern und zu melken um dann für ihre Kinder da zu sein. Nebenbei war sie ein Viertel Jahrhundert Wirtin im Restaurant Nadelhorn in Rittinen. Wenn es ihre knappe Zeit erlaubte, strickte sie fürs Leben gern und genoss den Wald und seine Früchte

Dem Proschpi war Karolin eine liebende treue Gattin bis dieser 1980 in die ewigen Jagdgründe abberufen wurde. Die Jagdhütte, die Jagd, der Wald, das Holz, die Pilze und die Heidelbeeren waren ihr zur Leidenschaft geworden. Beispielhaft meisterte sie ihr Leben nach diesem harten Schicksalsschlag. Zehn Jahre später wurde ihr zweiter Sohn Walter im Alter von 48 Jahren nach schwerer Krankheit dem Leben entrissen.

Daneben bereiteten ihr die fünf anderen Kinder viel Freude. Ihre 10 Enkelkinder waren verliebt in ihre Grossmutter und die 18 Urenkelkinder fanden die immer aufgestellte Urgrossmutter goldrichtig. Und immer waren guter Humor und Schlagfertigkeit ihre Begleiter bis ins hohe Alter.

 

Während ihren letzten 8 von 93 erfüllten Lebensjahren wurde Karolin im Altersheim St. Mauritius in  Zermatt liebevoll betreut. Karolin hat uns am 7. Januar friedlich verlassen.