In memoriam





Zum Gedenken an unsere lieben Verstorbenen:

 

"Auferstehung ist unser Glaube,
Wiedersehen unsere Hoffnung,
Gedenken unsere Liebe."

Aurelius Augustinus

Alois (Wisy) Lagger - 05.01.2017

 

Wisy war das 10. von 14 Kindern der Familie Alexander und Maria Lagger-Gruber. Am 22. August 1930 geboren hatte er eine harte Jugend. Er verlor mit 11 Jahren den linken Unterarm, wusste sich aber zeitlebens gut zu helfen. An den Sommer als Geisshirt im bernischen Oberhasli dachte er gern, da die Meisterin gut zu ihm schaute.

Er fand eine Stelle als Mineur in diversen Stollen, dann blieb er 40 Jahre der Scintilla in Zaniglas treu. Am 27. Oktober 1962 gaben Wisy und Anoinette Imboden einander das Ja fürs Leben. Der Ehe entsprossen Franz, Hubert, Diana und Flori. Grosse Freude bereiteten Ihm auch die 6 Enkel, die er naturgemäss verwöhnte.

Alois Lagger war gern im Wald und in den Bergen, hatte Freude an Sparren; trug nicht nur Holz, sondern auch manch’und eine Gämse ins Tal. Er sang im Kirchenchor und im Neujahrsverein. Wisy konnte sich herzlich freuen an einem Jodel- oder Schwingfest.. Er fluchte oder klagte nie, liess kein böses Wort über Geistliche gelten und konnte sich die Arbeit gut einteilen.

Vom Streifchen vor zwei Jahren erholte sich Wisy nicht mehr recht und starb am 5. Januar im Altersheim.

Simon Biner-Leiggener - 16.02.2017

 

Simon ist 1963 in St. Niklaus geboren und erlebte eine glückliche aber arbeitssame Jugend.

Nach der Schulzeit hat er in der Scintilla die Lehre als Mechaniker begonnen und blieb der Firma treu: zuerst in der Produktion, dann im Vorrichtungsbau und seit 1990 bei Bruder Fredy in der Maschinenreparatur.

Im Jahr 91 heiratete er seine Karin. Mit Benjamin 1998 und Dolores 2001 war seine Familie komplett. In den Tennjen fanden sie ihr Daheim.

Simon war ein leidnschaftlicher Holzer und besorgte mit Verwandten und Nachbarn über Ostern den Holzbedarf fürs ganze Jahr. Schafe waschen und heuen, Viertausender besteigen und Karate üben oder mit Neffen Autos flicken gehörten zu seinen Hobbies. Viele Stunden fand man ihn auch in den Ausserberger Reben.

Im Oktober 15 erhielt Simon die Diagnose Krebs. Mit der Unterstützung seiner Familie und seiner Mitarbeiter stellte er sich dem Schicksal und kämpfte tapfer. Am 16. Februar ging er zu seinem Schöpfer heim.

Klara Biner-Imboden - 17.02.2017

 

Klara erblickte am 11. 10 1925 als 12. von 21 Kindern der Paulina und Franz Imboden das Licht der Welt. Sie erlebte eine schöne, arbeitsreiche Jugendzeit in den Hundschipfen.

Als 22jährige lernte sie Peter Biner kennen. 1950 gaben sie sich vor dem Altar das Jawort. 5 Kindern schenkten sie das Leben und seit 74 wurde sie zweite Mutter von Klaus. Die Familie wuchs weiter und so erhielt sie insgesamt 10 Enkel und 6 Urenkel dazu.

Der fröhlichen Person waren Fasnacht und Masken, Tanzen und Jassen eine Leidenschaft. Sie trug aber auch all ihre Anliegen mit dem täglichen Rosenkranz in den Himmel. Ab 1972 baute sich Klara mit Peter in Jungen ein zweites Heim auf, wo sie sich nach der Pensionierung sehr gerne aufhielt.

Anfangs Jahr verschlechterte sich ihre Gesundheit. Nach wenigen Wochen in Spital und Altersheim verschied sie am 17. Februar mit 91 Jahren im 67. Ehejahr friedlich. 

Oskar Pollinger-Imboden - 22.02.2017

 

Als jüngstes von 5 Kindern der Antonia und Alexander Pollinger kam Oskar am 23.7.34 zur Welt.Seine Schuljahre verbrachte er in Zaniglas, stets für einen Streich zu haben.

Nach einer Zeit bei der Dixence lernte er Schuhmacher und übernahm ein solches Geschäft in St. Niklaus. Später fand Oskar bei der Scintilla eine Arbeit als Einrichter. Auch nach der Pensionierung half er im Altersheim als Abwart.

Am 5. November 60 vermählte sich Oskar mit Marie-Therese Imboden. Die Ehe war gesegnet mit Christine, Odilo und Jeanine. Leider musste Klein-Jeanine noch im Geburtsjahr diese Erde wieder verlassen. Oskar trug in seiner selbstlosen Art die Familie durch. Und auch Kaspar fand ein Heim in der Familie.

Mit seinem Schalk konnte er viele Menschen erheitern und die vier Enkel waren sein Stolz. Sportbegeistert ging er gern in die Pilze und studierte das S. Niklauser Stammbuch.

Von der grossen Operation im Sommer 10 erholte er sich gut. Am 22. Februar verschied jedoch Oskar nach kurzem Spitalaufenthalt. 

Ursula Lochmatter-Heinzen, geb. Zengaffinen - 04.03.2017

 

Ursi ist am 16. September 1963 im „Giibeggu-Hüüs“ oberhalb Hohtenn als Tochter von Toni und Madlen Zengaffinen zur Welt gekommen. Sie durfte mit ihren vier Geschwistern eine unbeschwerte Kindheit erleben und schon in jungen Jahren zeigte sich, dass sie ein Schlitzohr war.

Nach der Schulzeit startete sie ins Berufsleben mit einer Lehre als Verkäuferin und arbeitete mit Herzblut in verschiedenen Geschäften.

Mit Peter Heinzen gründete Ursula eine Familie und schenkte Sabine und Nadine das Leben. Die Zeiten änderten sich und sie verlegte ihre Heimat in die Bergwelt von St. Niklaus. Am 13.September 14 heiratete sie Oskar Lochmatter, mit dem sie viele Reisen unternahm: zu Lande zu Wasser und in der Luft.

Leider machte sich 2015 eine Krankheit bemerkbar, die nunmehr ihr Leben prägen sollte. Sie stellte sich der Herausforderung. Am 4. März 2017 trat Ursula Lochmatter ihre letzte Kreuzfahrt an. 

 

Marie Schmidt Sarbach - 13.03.2017

 

Gott hat Marie am 11. September 1930 das Leben geschenkt, als jüngstes von 11 Kindern der Apollonia und des Fridolin Sarbach. Nach den Schuljahren in Zaniglas verdiente sie etwas für die Familie als Office-Hilfe in zermatter Hotels.

Anfangs der 50er Jahre fand sie Arbeit in den Scintilla-Werken und ausserdem ihren zukünftigen Mann. 1956 heiratete Marie Ernest Schmidt. Ihre Ehe war gesegnet mit 4 Kindern. Wie damals üblich war die Familie Selbstversorger. Marie war eine gottverbundene Frau. Keinen Samstag hatte sie die Messe versäumt. Mit Ernest war sie einige Male in Lourdes. Sie war häuslich und erzog ihre Kinder spartanisch. Immer aktiv im Haus strickte Marie gern und viel. Ihr schwärzester Tag war 1982, als sie ihren zweitgeborenen Sohn verlor.

Im Jahr 2012 zog Marie mit ihrem Ernest ins Senioren- und Pflegeheim St. Nikolaus. Bloss einen Monat später verstarb ihr Mann. Sie erlebte noch einige sonnige Jahre. Nach kurzem Spitalaufenthalt starb Marie am 13. März.

 

Paul Fux-Schnidrig - 22.03.2017

Am 28.März 1947 wurde Paul seinen Eltern Olga und Edmund Fux-Gruber in die Wiege gelegt. Zusammen mit seinen Geschwistern wuchs er in den Rittinen auf. Nach der obligatorischen  Schulzeit absolvierte er die Postlehre. Der Post blieb er 45 Jahre treu.

Im Jahre 1971 heiratete er Miranda Schnidrig. Zusammen bauten sie ihr Eigenheim auf den Rittinen. Ihnen wurden die drei Kinder Damian, Reto und Josiane geschenkt. Grosse Freude hatte er an seinen acht Enkelkindern. Mit jedem einzelnen von ihnen verbrachte er spezielle Momente.

Auch eine Leidenschaft waren seine Tiere. Viel Freude bereiteten ihm seine Ziegen und Schafe, aber am meisten verwöhnten ihn seine Evolener. Ebenso liebte er die Berge und die Natur. Erholung fand er im Unnerbächji und in Jungen.

Er war gerne in der Gesellschaft und den Spruch: ,, Die paar Täg wawär hiä si, siwär änander rächt’’ hörten wir manch ein Mal.

Als bei ihm eine heimtückische Krankheit diagnostiziert wurde, hatte er den Mut nie verloren. Diesen Winter verliessen ihn seine Kräfte immer mehr. Am 22. März in den Abendstunden ist er im Beisein seiner Familie sanft entschlafen.

Jean-Marie Biffiger - 22.04.2017

Jean-Marie kam am 4. Oktober 1964 zur Welt, als Jüngstes von vier Kindern der Eltern Erwin und Eva Biffiger. Wohlbehütet wuchs er auf mit seinem Bruder Yves und seinen beiden Schwestern Silvia und Christine in seinem Elternhaus in den Lochmatten. Gemeinsam mit den Nachbarskindern und seinen Verwandten verbrachte er draussen viele schöne Stunden.

Jean-Marie besuchte die obligatorische Schule in Zaniglas. Im Anschluss daran machte er eine Berufslehre als Maurer und arbeitete einige Jahre auf dem Beruf. Dann wechselte er in die Scintilla. In diesen Jahren war Jean-Marie viel mit Freunden unterwegs und liess kein Fest aus.

Zu Beginn der 90er Jahre hatte er einen schlimmen Autounfall, wodurch er zum Frührentner wurde. Im Jahre 1994 verlor er seine geliebten Eltern kurz nacheinander. Diese schweren Schicksalsschläge konnte Jean-Marie nicht verkraften und zog sich länger wie mehr zurück. Die folgenden Jahre lebte er in der Wohnung seiner Eltern.

Im letzten Jahr wurde bei Jean-Marie Krebs diagnostiziert. Lange kämpfte er gegen diesen an, bis ihn Gott am 22. April 2017 von seinem Leiden erlöste.

Hanny Gruber-Wuggenig - 26.04.2017

Hanny erblickte am 8. Februar 1929 in Kärnten das Licht der Welt. Als 8. Von 13 Kindern erlebte es eine unbeschwerte Kindheit, bis sie im Zarten Alter von 10 Jahren den Vater Michael Wuggening durch eine Lawine verlor. Mama Rosina und die Familie verlor in den folgenden Jahren noch einen Sohn und eine Tochter.

Hanny lernte Schneiderin, konnte aber in den Nachkriegsjahren schlecht Arbeit finden. Durch P. Charly kam sie über ein Kufsteiner Kloster nach Zaniglas. Sie fand Arbeit und einen Mann fürs Leben. 1953 heiratete sie in der Heimatkapelle von Gnoppnitz Meinrad Gruber. Sie schenkte 4 Kindern das Leben: Ulrike, Hans, Poldi und Doris. Als gute Mutter versorgte sie ihre Kinder und hatte noch Zeit für Schneiderarbeiten im ganzen Dorf. Später arbeitete sie noch in der Scintilla und in einigen Chalets nach der Pensionierung.

Mit 62 Jahren wurde sie Witwe. Hanny fand Trost im Gebet. Auch ihre 10 Enkel liessen sie aufleben. Als sich 20 Jahre später Demenz-Anzeichen bemerkbar machten, zog sie ins Altersheim. Die Angehörigen mussten betroffen zusehen, wie sich Hanny immer mehr entfernte von ihnen. Am 26. April 2017 wurde Hanny zu Ihrem Schöpfer zurückgerufen.

 

Viktorina - Kalbermatter-Pollinger - 12.06.2017

Viktorina wurde am 28. März 1927 mit Zwillingsschwester Rosi den Eltern Alfred und Viktorina Kalbermatter-Pollinger in St. Niklaus geschenkt. Nach der obligatorischen Schulzeit blieb sie der Familie als Arbeitskraft in Haushalt, Geschäft und Landwirtschaft erhalten.

Als 1947 die Scintilla ihre Tore öffnete, war sie Angestellte der ersten Stunde. Im selben Jahr heiratete sie Alois Biner. Der Ehe entsprossen 10 Kinder, 4 Töchter und 6 Söhne, von denen ihr zwei schon vorausgegangen sind. Ihr Leben war geprägt durch Arbeit. Ferien kannte sie nur vom Hörensagen. In ihrem geliebten Jungen zog sie mit Vetter Anselm Wasser über einen Kilometer in die Gafenen. Dazwischen arbeitete sie noch einige Jahre in der Fabrik.

1979 starb ihr Mann und liess sie mit 5 minderjährigen Kindern zurück.

Nachdem auch das letzte Kind ausgezogen war, fand Viktorine Gesellschaft in ihrer Schwester Rosa, was beide bereicherte.

Nach mehreren Hirnschlägen war es unumgänglich, die Pflege im Altersheim in Anspruch zu nehmen. Liebevoll betreut wurde Viktorine Biner am 12. Juni in den Morgenstunden von ihren Altersbeschwerden erlöst.

 

Pia Brigger - 19. 07.2018

Pia wurde am 24. August 1932 als Erste von 10 Kindern der Ida und dem Hermann Brigger-Walter geboren.

Während ca. zwei Jahren war sie ein gesundes und aufgewecktes Mädchen. Eine Krankheit hat aber dazu geführt, dass Pia von da an leicht behindert war und sogar wieder laufen lernen musste.

Zusammen mit ihren 9 Geschwistern hatte sie eine schöne aber strenge Kindheit in der Halbsucht.

Keine Arbeit war ihr zu viel und beklagt hat sie sich auch nie. War sie mal nicht so fit, war das kein Grund für sie im Bett zubleiben denn das Bett war für Pia nur zum Schlafen da.

Schon recht früh haben die 10 Kinder ihre Mutter verloren. Als Älteste ist Pia sofort in die Rolle des Kindermädchens geschlüpft und ging mit dem Kinderwagen viel spazieren.

Später, wenn alle ihre Geschwister ihren eigenen Weg gingen, hat Pia bei ihrem Papa Hermann und bei ihrer Schwester Blanka gelebt. 1981 ist dann auch ihr Papa Hermann verstorben.

Ab Sommer 1986 hat Pia in Herbriggen gewohnt, bis sie im März 2008 ins Altersheim Zaniglas umgezogen ist. Hier war sie richtig gern zu Hause und es hat ihr an nichts gefehlt. Am liebsten hat sie sich im Rollstuhl chauffieren lassen was ihr Besucht gern gemacht hat.

Im Oktober 2016 wurde erkannt dass Pia ernsthaft krank war. Mit viel Geduld hat sie auch das getragen bis sie am Mittwoch den 19. Juli gegen Mittag friedlich und ruhig eingeschlafen durfte.

Julia Fux-Gitz - 31.07.2017

Julia wurde am 15. November 1929 geboren, als 10. von 11 Kindern der Maria Josefa und des Josef Gitz-Knubel. Die Kindheit war entbehrungsreich aber schön. Sie half früh in Haushalt und Landwirtschaft, da Ihre Mutter kränklich war. Die Schule besuchte sie in St. Niklaus und wuchs bei ihrer „Gotta“ auf, die selber keine Kinder hatte.

Als junge Frau konnte Julia ihren Berufswunsch Schneiderin nicht erfüllen und  arbeitete in der Scintilla oder in Saas-Feer Hotels. Sie war eine leidenschaftliche Tänzerin. Bei einem Ringkuhkampf lernte sie Max Fux kennen, dem sie dann in Maria-Stein mit 26 Jahren das Ja vor Gott gab. Julia schenkte vier Kindern das Leben: Elmar, Denise, René und Ivo. Jahrelang führte sie ein kleines Getränkedepot bei ihr daheim. Viele kamen aber nicht nur, um Getränk zu kaufen, sondern um noch mit Julia ein Schwätzchen zu halten. Das machte ihr grossen Spass und die Haushaltkasse konnte sie damit auch aufbessern. Obwohl Julia ihren Lebtag Probleme mit Asthma, Beinen oder Herz hatte, hörte man sie nie klagen. Als gute Familienmutter strickte und häkelte sie viel und war immer bereit, die Familie zu versorgen und zu beschenken. Das schätzten ach ihre 5 Enkel.

Ein schwerer schlag war der frühe Tod ihres Sohnes Elmar. Sie verstand die Welt nicht mehr. 2010 erlitt Julia einen Schlaganfall, von dem sie sich nur sehr langsam erholte. Im Senioren- und Pflegeheim kehrten die Kräfte wieder einigermassen zurück und sie strickte wieder gern. Vor zwei Jahren starb ihr Mann Alex. Einmal sagte Julia, sie erachte ihre Aufgabe hienieden als vollendet und wolle zu ihrem Sohn und Mann, was ihr am 31. Juli in Erfüllung ging.

 

Erika Holzer-Sarbach - 05.08.2017

Erika wurde am 4. März 1961 ihren Eltern Helene und Marcel Sarbach-Truffer als 4. Kind in die Wiege gelegt. Im Geeri verbrachte sie eine sehr glückliche Kindheit. Sie konnte schon früh viel Zeit in der Natur verbringen. Nach der 2. Orientierungsschule in St. Niklaus, entschied sie sich, das Kollegium in Brig zu besuchen. Nach 3 Jahren wechselte in die Handelsschule, welche sie 1980 abschloss.

Als kaufmännische Angestellte liebte Erika den Kontakt zu den Menschen und war sehr zuverlässig. Bei der damaligen Brig-Visp-Zermatt-Bahn lernte sie ihren späteren Ehemann Stephan kennen. Durch die Geburt ihrer zwei Töchter Stephanie und Nathalie wurde ihr Glück vollkommen. Von nun an widmete Erika ihre Zeit, Liebe und Kraft der Familie, die ihr alles im Leben bedeutete. In der Birchegga, oberhalb von Naters, verwirklichte Erika, zusammen mit ihrem Stephan, ihren gemeinsamen Traum von einem Eigenheim. Sie war das blühende Leben. Ihrem Charme und ihrer offenen Art konnte sich niemand entziehen. In ihrer geliebten Hellerna, ob St. Niklaus, schuf sie sich mit Stephan ihr zweites Paradies.

Am 12. September 2016 begann Erikas Leidensweg. Auch in dieser schweren Zeit legte sie immer Optimismus und Stärke an den Tag. Ihr Glaube hat ihr dabei sehr geholfen. Ihre Krankheit hat sie mit grosser Tapferkeit ertragen. Zusätzlich fand sie immer tröstende Worte für ihre verzweifelte Familie. Am 5. August kehrte sie zurück zu ihrem Schöpfer

Mario Pilotto-Meier - 11. 08. 2017

Mario wurde am 25. Juni in Cordenons im italienischen Friaul geboren. Er war der dritte von vier Brüdern. Mit achtzehn Jahren entschloss er sich, in einem anderen Land seine Zukunft zu suchen.

Mit 19 Jahren kam Mario Pilotto nach St. Niklaus und machte die Schreiner-Lehre. Er arbeitete fortan auf dem Beruf und heiratete Francesca. 1963 bekamen sie eine Tochter, die sie Steffi nannten. Dann kam die Scheidung. Seine Tochter lebte nun in Italien.

Einige Zeit später kam Mario mit Marlies zusammen. Im Jahre 1980 bekamen sie ihren Sohn Marco und sie heirateten.

Mario machte in den Vereinen Fussball und Kirchenchor mit. Als er wegen Knieproblemen nicht mehr aktiv fussballern konnte, diente er als Trainer und Kassier. Er war hilfsbereit und interessierte sich für den anderen. Mario war stets gut für einen Spruch, verstand es aber auch still zu gärtnern oder in Eigenarbeit das Studio herzurichten.

Vor einem Jahr wurde Mario Pilotto krank und erholte sich nicht mehr . Er hatte viele Aufenthalte im Spital Brig , wo er dann am 11. August friedlich entschlafen ist.

Emma Andenmatten-Fux - 04.10.2017

Emma wurde am 4. August 1929 als ältestes von 5 Kindern der Marie und des Viktor Fux geboren. Zusammen mit ihren 3 Brüdern und einer Schwester erlebte sie in der Schmitta eine glückliche und arbeitssame Jugendzeit. Sie besuchte die obligatorische Schule in St.Niklaus. Sie durfte die Schneiderlehre bei ihrer Mutter absolvieren. Emma und ihre Mutter schneiderten viele Tage und Nächte. Ausgleich zu ihrer Arbeit fand sie beim Singen im Kirchenchor.

In St.Niklaus lernte sie, den Gommer Erwin Andenmatten kennen, der hier als Schuhmacher arbeitete. Am 28. Dezember 1954 schlossen sie den Bund des Lebens. Dem Paar wurde in den Jahren 1955 bis 1962 die drei Töchter Franziska, Marie-Louise und Lucie geschenkt. Emma war stets eine gute Mutter und eine treusorgende Ehefrau für Erwin. Keine Arbeit war ihr zu viel.

Am 2. Dezember 1973 erlitt Emma einen Hirnschlag. Von da an war sie linksseitig gelähmt. Sie musste wieder laufen und sprechen lernen, der Familie fehlte die gute Mutter und Hausfrau an allen Ecken und Enden. Nur dank gegenseitiger Hilfe, Verzicht und Verständnis lernten Emma und ihre Familie im Verlaufe der Zeit diesen Schicksalsschlag anzunehmen. So lernte sie wieder vieles von Grund auf und die Leute schätzten und liebten ihre offene, witzige und fröhliche Art.

2012 musste Emma sich ins Pflegeheim begeben. Hier fühlte sie sich sehr wohl, war dankbar für jede Hilfe und freute sich immer sehr, wenn jemand sie ins Dorf führte, wo sie die Leute treffen konnte. Am 4.Oktober schlief sie still und friedlich ein.