Karl Pollinger - 28.07.2018

Am 7. Juni 1934 kam Karl als 6. von 13 Kindern des Karl und der Paula geb. Sarbach in Zaniglas auf die Welt. In Zaniglas erlebte er eine schöne Kinder- und Jugendzeit mit seinen Geschwistern.Nach der obligatorischen Schulzeit machte er als Mechaniker eine Lehre in der Scintilla. Karl ging als stiller Bürger seinen Lebensweg. In verschiedene Arbeitsstellen verdiente er sein Geld unter anderem auch als Wirt. Er hatte zwei Kinder, Thomas und Barbara.

Den Lebensabend verbrachte Karl in Susten. Nach kurztägiger Krankheit starb er friedlich am 28. Juli im Spital Visp.

Erich Chanton - 21.07.2018

Erich erblickte das Licht der Welt am 8. März 1921. Seine Eltern Albert und Viktoria Chanton-Truffer hatten schon sechs Schwestern das Leben geschenkt und ein kleiner Bruder folgte noch. In der Schule vertiefte er seine Rechenkünste. In seiner Lehrzeit als Schreiner besuchte er die Gewerbeschule mittels Velo. Erichs robuste Natur liess den Rekruten Chanton einen Spreng-Unfall mit Transport-Pannen glimpflich überleben.

Durch den Tod des Vaters wurde er mehr in die Familien-Verantwortung eingebunden. Der Zimmermann Erich half bei SAC-Hütten und war Verantwortungsträger bei der Errichtung des Teeli-Kreuzes. 1951 heiratete er Helene Zuber. Die Ehe war gesegnet mit den Kindern Albert, Marzell, Bruno, Martin und Esther. Erich wirkte auch aktiv in Kirche und Gesellschaft mit. So war er unter anderem Gemeinderat und 33 Jahre Verwaltungsrats-Präsident der Raiffeisenbank St. Niklaus. 

Die Pensionierung genoss er mit Spazieren und Beten, mit Ausflügen und besonders damit, seine 11 Enkel zu verwöhnen. Mit seiner Ehefrau Helen teilte er 67 Jahre. Vor einem Jahr zogen sie ins Seniorenheim, wo Erich am 21. Juli friedlich entschlief

Paula Imboden-Kalbermatter - 3. Juli 2018

Den Eltern Gabriel und Trudi Kalbermatter-Chanton wurde am 28. Januar 1943 Paula als Erstes von sieben Kindern in die Wiege gelegt. Sie verbrachte eine unbeschwerte Kindheit in Zaniglas. Als halbgewachsene musste sie aber zu den anderen sechs Geschwistern schauen, als beide Elternteile im Spital waren. 

Bei Dr. Franz Lochmatter waltete sie als Praxisgehilfin. Sie verheiratete sich mit Gilbert Imboden. Der glücklichen Ehe entsprossen 1969 Natascha und drei Jahre später Mischa. Paula war ein Multitalent, wie es das Wallis dieser Generation hervorbringen konnte: Neben der Arztgehilfin bekleidete sie das Amt der Köchin, Wirtin, Garagistin, Wanderleiterin und bis zur Pensionierung der Taxifahrerin. Sie schaute natürlich zu ihren Kindern, und ihren sechs Enkeln war sie sehr zugetan. 

Als im Frühjahr ein Hirntumor diagnostiziert und operiert wurde, blieb Paula die treue, zufriedene und dankbare Frau, die sie immer war. Am 3. Juli verschied sie überraschend an Spätfolgen.

Hedwig Imboden-Brantschen - 01.05.2018 

Hedwig wurde am 22. Februar 1926 als eines von 14 Geschwistern in die Familie von Josef und Franziska Brantschen-Fux hineingeboren. Auf den Tennjen bewirtschaftete die Familie ein kleines Bauerngütlein, Vater Josef suchte Arbeit, wo auch immer man diese damals allzu selten fand.

Mit 16 Jahren begann sie eine Ausbildung zur Lehrerin im Kloster Brig. Nach einem Jahr musste sie diese wegen Krankheit abbrechen. Trotzdem wurden ihr nach Überwindung der Krankheit und nach einer Eignungsprüfung bei Pfarrer Clemenz mit 18 Jahren die Schule Gasenried mit 5 Klassen anvertraut. Später wurde sie Handarbeitslehrerin an der Primarschule in Herbriggen. 

Aus ihrer Ehe mit Imboden Emil, geschlossen 1948, gingen 5 Kinder (Klemens, Kurt, Hugo, Liliane, Esther), 14 Grosskinder und 10 Urgrosskinder hervor. Nebenbei betrieb sie mit ihrem Mann und den Kindern in Herbriggen eine kleine Landwirtschaft, vermietete eine Ferienwohnung im Haus Waldheim. Ihren Hauptberuf sah sie aber immer in der Rolle der Hausfrau und Mutter. Trotz Einschränkungen und Entbehrungen war Hedwig glücklich. Schicksalsschläge in der Familie blieben ihr nicht erspart und sie ertrug sie tapfer.

Als Hedwig merkte, dass ihre Gesundheit es ihr nicht mehr erlaubte, ihr Leben allein zu meistern, meldete sie sich vor 6 Jahren selber im Altersheim Sankt Nikolaus an. Bei geistiger Frische musste Hedwig in letzter Zeit schmerzlich erfahren, dass der Körper mehr und mehr den Dienst verweigerte. Nun hat Gott ihren Ruf erhört und sie am 1. Mai zu sich berufen.

Therese Studer-Pollinger - 09.03. 2018

Am 4. Juni 1928 wurde Therese als älteste Tochter von Karl und Paula Pollinger-Sarbach  geboren. Zusammen mit ihren 12 Geschwistern wuchs sie in St. Niklaus auf. Sie erlebte eine arbeitssame und glückliche Jugend. Zuhause, in der Bäckerei, auf der Sägerei, im Stall und auf der Alp gab es immer viel tun. Der Verlust ihrer beiden Brüder Joseli und Toni war ein prägendes Ereignis in ihrer Jugend. Die weitsichtige Mutter ermöglichte ihr eine Ausbildung zur Schneiderin in Freiburg. Als gläubige Katholikin schätzte sie die Nähe zur Kathederale, in der sie jeden Tag vor der Arbeit die Frühmesse besuchte. Nach Abschluss ihrer Lehre kehrte sie zur Unterstützung der Familie zurück nach St. Niklaus. 

Therese lernte hier Sepp Studer kennen. Nach einigen gemeinsamen Wanderungen verlobten sie sich auf dem Brunegghorn und heirateten 1954. Ihre Ehe war gesegnet mit 3 Töchtern: Petra, Judith und Jacqueline. Sie pflegte ihr Eigenheim in den Riedmatten, half aber noch ihren Eltern. Therese spielte Tennis,  Volleyball und war aktives Mitglied im Turnverein. Der regelmässige Austausch mit ihren Schwestern im Kaffeekränzli gab allen viel Kraft und ersetzte  manch einen Psychiater. 

Als sie mit 67 Jahren ihern Gatten verlor, entschloss sie sich St. Niklaus zu verlassen. In Visp unternahm sie jeden Tag ausgedehnte Spaziergänge, betete viel und „troggte“ mit Freunden.

Nach einem Herzinfarkt im Spital zog Therese ins SPH Sankt Nikolaus. Nach kurzer Erholung starb sie 3 Monate vor ihrem 90. Geburtstag.

Pierina Lochmatter - 21.02.2018

Geboren wurde Pierina am 28. Februar 1928 in Poschiavo Direkt nach der obligatorischen Schulzeit ging sie von zu Hause fort und arbeitete in verschiedenen Hotels und Gastbetrieben. Auch in England was sie für ein Jahr.

Als sie in St. Moritz arbeitete, lernte sie Arthur kennen. Am 27. Oktober 1959 heirateten sie in St. Niklaus. Sie schenkte vier Söhnen das Leben: Thomas, Reto Angelo und Dominik. Peirina war für die Söhne da und vermietete nebenbei Wohnungen und Zimmer in den Birchmatten. Arthur ging seinem Beruf als Bergführer nach. Sie entdeckte auch ihre Liebe zum Porzellanmalen und zur Seidenmalerei. Sie genoss auch die Zeit mit Freunden und Bekannten in Lärchji.

Am 29. September 1998 starb ihr Mann Arthur. Pierina bekam Stütze von ihrer Familie und engagierte sich im Altersheim. Ihre Enkelkinder waren ihr großer

Stolz. Nach verschiedenen gesundheitlichen Problemen entschied sich Pierina ins Altersheim zu gehen. Sie war eine sehr gläubige Frau und bereute alles Falsche, was sie getan oder gesagt hatte. Eine Woche vor ihrem 90. Geburtstag ging sie - nach einigen gesundheitlichen Problemen - von uns    

Irmgard Schnidrig - 29.01.2018

Irmgard wurde als Erste von fünf Kindern den Eltern Alex und Elsa Schnidtig-Furrer in die Wiege gelegt am 24. November 1954. Nach Schule Haushaltungsschule ist sie direkt 1970 eingetreten in die Scintilla und hat dort 38 Jahre gearbeitet.

Da der Familienvater 1969 aus dem Arbeitsprozess ausschied und vier Jahre später verstarb, hat Irmgard ganz selbstverständlich geholfen die Familie zu unterstützen. Damals hatten Renten noch jahrelange Verzögerung und sie waren immerhin fünf Kinder. Viele Jahre war eben ganz da für ihre Geschwister.

Sie lebte ganz einfach, hat gern gestrickt, Blumen waren ihre Freude. Ihr größtes Highlight war eine Woche Zweisimmen und Lenk. In der Freizeit hat sie gerne Romane gelesen und den ganzen Tag hörte sie am Radio die Musikwelle.

2002 hat sie ihren Bruder verloren und zwei Jahre später die Mutter. Irmgard hat aber die Geschwister zusammenhalten. Für Ihre Lieben und den Bazar hat sie Berge von Stümpfen gestrickt.

Vom Krebs 2011 hatte sie sich unter Chemo und  Bestrahlung einigermaßen erholt. Im Oktober 14 ist sie dann ins Pflegeheim St. Josef eingetreten Sie ist am Montagmorgen, 29. Januar friedlich einschlafen.

Anton Fux - 27.01.2018

Am 15. März 1932 wurde Toni in Herbriggen geboren. Er hatte 6 Geschwister, von denen noch eine Schwester in Zürich lebt.Nach der obligatorischen Schule begann Toni (mit 15 Jahren) in der Scintilla in St. Niklaus zu arbeiten. Er absolvierte dann die Lehre als Mechaniker und blieb der Firma  47 Jahre treu.

Im Jahre 1959 heiratete er Anna, mit ihr zog er 5 Kinder gross, eines der Kinder verstarb leider mit 7 Jahren.

Toni beteiligte sich aktiv und mit viel Freude an verschiedenen Vereinen im Dorf. (Musikverein 44 Jahre , Gesangsverein über 60 Jahre, Neujahrsverein 52 Jahre, mehrere Jahre in der Schützenzunft. Einen grossen Traum durfte sich Toni mit der eigenen Hütte auf der Taflüe erfüllen. Er verbrachte dort viel Zeit, sei es auf der Jagd oder in den Sommerferien. Auch im letzten Sommer schaffte es Toni, durch seinen grossen Willen und Kämpfergeist, ein letztes Mal seine Hütte auf der Tanflue zu geniessen. Dank guten Freunden, war es ihm möglich die letzte Zeit an verschiedenen Anlässen teil zu nehmen. Seinen grossen Wunsch, zu Hause seinen letzten Weg zu gehen, konnte ihm erfüllt werden. Toni war immer sehr dankbar und hatte seinen Humor beibehalten.

Am Freitagabend - gestärkt durch den Leib des Herrn - verabschiedete er sich mit den Worten: Ade, Tschau, Güät Nacht.

Toni entschlief, umgeben von seinen Lieben, tags drauf am 27. Januar.

Otto Imboden-Fux - 07.01.2018

Otto war das zweitjüngste von neun Kindern der Veronika und des Rudolf Imboden. Er erblickte das Licht der Welt am 08. Januar 1936. In den Schuljahren in den Chäschermatten war er auch Kalber- und Geisshirt auf dem Grat.

Dann war Otto 25 Jahre Zimmermann bei Otto Brantschen. 1963 lernte er Emmy Fux kennen und sie heirateten am 18. April 66. Die Ehe war gesegnet mit drei Buben: Roland Stefan und Christian. Otto war gern in den Alpen und Bergen. 1973 war er Senn in der Jungeralpe. Die Familie hatte stets Schafe, führte Jahrzehnte das Zuchtbuch und freute sich lange Zeit an Evolèner Kühen. Ottos Hände ruhten selten, war aber ein stiller Bürger.

Sein Lebensabend war überschattet von diversen orthopädischen Operationen. In seiner Frau fand er aber eine gute Pflegerin zuhause. Otto starb einen Tag vor seinem 82. Geburtstag im geliebten und gepflegten Riedacker