Nr. 1 Hugo Gruber-Imboden, 17. Jan 26
Hugo Gruber-Imboden ist am 3. November 1929 als 2. Kind des Daniel und der Berta -Fux in Herbriggen geboren. Bereits im Alter von 2 Jahren verlor er seinen Vater, der im Val d’Anniviers als Freileitungsmonteur arbeitete. Zusammen mit seinen zwei Brüdern Georges und Daniel verbrachte er eine harte, aber gute Jugendzeit Zen Ackern. So pflückten sie Heidel- und Himbeeren, die sie nach einem Fußmarsch in Zermatt an Hotels verkauften.
Nach der obligatorischen Schulzeit arbeitete Hugo 2 Jahre, wie sein Vater, beim Freileitungsbau. 1947, im Alter von 18 Jahren, verlor Hugo auch seine Mutter Berta. Im selben Jahr fasste auch die Scintilla in St. Niklaus Fuss. Hugo absolvierte die Lehre als Mechaniker und blieb der Scintilla 47 Jahre treu.
Im Jahre 1957 heiratete er Anni Imboden aus Zaniglas. Seine 4 Kinder, sowie die 4 Grosskinder waren sein ganzer Stolz. Viele Jahre engagierte er sich als Verwaltungsrat bei der Raiffeisenbank St. Niklaus. In den 70er Jahren baute er in Jungen mit viel Herzblut ein kleines Häuschen. In dieser Zeit war er Verwaltungsrat und Präsident der Jungerbahn.
Nach seiner Pensionierung war Hugo täglich in seiner Werkstatt anzutreffen. Aus jedem Stück Holz machte er ein Kunstwerk, das er gern verschenkte. Unvergesslich bleiben seine Vorarbeiten für die St.Niklaus-Laternen der Schüler. Er liebte die Natur, besonders die Pilze! Gerne unternahm er eine Wallfahrt nach Einsiedeln oder eine Reise mit seiner Familie.
Im Jahre 2015 starb seine Frau Anni. Dies war für Hugo ein schwerer Verlust. Mit Unterstützung seiner Kinder und der Spitex konnte er noch 9 Jahre in seinem geliebten Zuhause bleiben. Im Mai 24 entschied sich Hugo für einen Wechsel ins Senioren- und Pflegeheim Sankt Nikolaus. Bis ins hohe Alter interessierte er sich für das Weltgeschehen und den Sport. Hugo freute sich über Besucher und am liebsten war ihm, wenn dabei tüchtig gejokert wurde. Er war dankbar über die gute Pflege im Haus. Zum Tagesritual gehörte es, in der Kapelle Kerzen für seine Anliegen anzuzünden, eine Messe am Fernsehen zu Verfolgen und vor dem Schlafengehen den Rosenkranz zu beten. Und natürlich durfte am Abend sein obligates Gläschen Whisky nicht fehlen! Am 17. Januar hatte er einen Schwächeanfall und durfte anschliessend friedlich sterben
Nr. 2 Arnold Beeler, 14. Jan 26
Arnold sah das Licht der Welt am Stefanstag 1940 in Schänis SG. Im Elternhaus von Katharina und Johann Beeler sah er vier Brüder und eine Schwester aufwachsen.
Nach den Schuljahren lernte er das damalige Handwerk eines Pöstlers. Nach der Hochzeit 1964 wählten sie die Stadt Biel als Wohnsitz. Aus der Ehe gingen die zwei Kinder Eric und Pierre hervor. Die Ehe wurde geschieden im Jahre 1984.
Arnold war Sommer und Winter gern in den Bergen, weshalb er sich 1996 ein Haus in Gasenried erwarb. Dort machte sich auch einen Namen mit Handarbeiten aus Holz.
Nach einem Herzanfall wurde er ins Spital Sitten geflogen, wo er am 14. Januar verstarb.
Nr. 3 Doris Keller, 29. Jan 26
Doris war die Freude von Cäsar und Aline Schmid am 2. September 1970. Mit Ihren 4 Geschwistern wuchs sie in Ausserberg auf. Nach einem Sprach-Aufenthalt in Siders absolvierte sie die Lehre als Verkäuferin im visper Schuh- und Sportgeschäft.
Sie arbeitete im Vispertal und lernte im Zermatt Christoph Keller kennen. Am 2. des Wonnemonats 1992 schlossen sie den Bund der Liebe in Ausserberg und liessen sich in St. Niklaus nieder. Fünf Jahre später wurde ihr Sohn Dominik geboren, 2 Jahre später folgte ihre Tochter Céline. Da sie das familiäre Arbeitsklima schätzte, arbeitete sie mit Herzblut in der Scintilla. In ihrer Nähe fühlte man sich geborgen.
2011 erkrankte Doris das erste Mal an Krebs. Mit ihrer positiven und kämpferischen Art trotzte sie der Krankheit tapfer. 2021 kam die Krankheit zurück und veränderte ihr Leben mit vielen Hochs und Tiefs. Mit Hoffnung und Gottvertrauen ging Doris ihren Weg. Ein Aufsteller in dieser schweren Zeit war die Geburt ihrer Enkelin Kimberly am 16.2.23.Die schöpfte Kraft in der Natur und aus dem Glauben. Kleine Spaziergänge und der Rosenkranz waren ihr Ausgleich.
Am Donnerstag, 29.1. gab sie ihre Seele dem Schöpfer zurück.
Nr. 4 Euphrosina Fux, 06.Feb. 26
Am 6. September 1940 wurde Euphrosina ihren Eltern Angelika und Salomon Fux in die Wiege gelegt. Die mittelste wuchs mit ihren 4 Schwestern in den Chäschermatten auf. Mit 4 Jahren ereilte sie die «Kinderlähmung», die sie ein Leben lang prägen sollte. Mit Tante Sina fand sie Anstellungen in Montreux, Zermatt und Leukerbad.
Später übernahm Euphrosina den Konsum im Ried, dem sie bis zur Pensionierung treu blieb. Sie war Kostgängerin bei ihrer Schwester Erika. Taten waren bei ihr wichtiger als Worte und ihre Küche war sonnabendlicher Treffpunkt der dort gut bewirteten Verwandtschaft. Bis ins Alter hatte sie immer gern Kinder um sich. Ihre Leidenschaft war das Gärtnern und sie wusste Rat bei Ungeziefer und Wachstumsproblemen.
Ihre schwindenden Kräfte legten ihr vor 3 Jahren einen Umzug ins Altersheim nahe. Versehen mit den Tröstungen unserer Religion und im Beisein ihrer Lieben verschied Euphrosina am 6. 2. 26
Nr. 5. Toni Fux, 19. Feb. 26
Toni wurde seinen Eltern Viktor und Maria Fux-Walch am 7. April 1938 in St. Niklaus geboren. Der Mittlere von 3 Brüdern wuchs arbeitsam und abenteuerlich in den Bergen auf. Von seinen Eltern nahm er einen tiefen Glauben mit, der ihn in schwierigen Zeiten trug.
Toni lernte das Maurer- und Sprenghandwerk. Mit seinem Bruder Rafael und Verwandten baute er ein Geschäft auf. Er machte sich einen Namen als „Zargu-Toni“, weil niemand so exakt und nachhaltig den Übergang von Mauer und Türe setzte.
In Grächen fand er schliesslich Anita, die am 2. Mai 1965 seine Frau wurde. 4 Kinder machten das Familienglück komplett. Die Mutter schaute zu der Familie und der Vater war besorgt, dass es ihr an nichts fehlte. Eine kleine Landwirtschaft rundete den Familienbetrieb ab. Mitte August campierten sie am Sarnersee und besuchten dabei stets Einsiedeln und natürlich Br. Klaus im Ranft. Toni nahm den Zuwachs der Familie immer mit offenen Armen an.
Nach der Pensionierung waren seine Hände nimmermüde an der Arbeit. Er freute sich an den Enkeln und betete er mit seiner Anita täglich den Rosenkranz. Mit der Unterstützung seiner Frau und den jüngeren Familienmitgliedern durfte Toni auch bei schwindenden Kräften zuhause bleiben. In der Nacht zum 19. Februar durfte er zum Hergott zurück gehen.
Nr. 6 Josef Walch, 02. März. 26
Josi wurde am 29.04.1936 in St.Niklaus geboren. Zusammen mit seinen 4 Geschwistern verbrachte er seine Jugend in St.Niklaus und Gamsen, wo ihr Vater in der „Explosiv“ arbeitete. Als ausgezeichneter Schüler durfte er 2 Mal die Klasse überspringen. Josi hätte gerne studiert in Fribourg im Klosterseminar. Was aus finanziellen Gründen nicht möglich war, beschied ihm wenigstens die Freundschaft mit Pater Notker. Als er später sein eigenes Geschäft aufbauen konnte, verschiffte Josef viele Maschinen in die Missionen nach Paraguay.
1958 lernte er Loni Pollinger in der Bäckerei in St.Niklaus kennen und lieben. Am 19.11.1959 heirateten sie schlicht in Fribourg. Nach einem kurzen Aufenthalt in Siders bauten sie in der noch unerschlossenen Eija zuerst ein Geschäft und dann ein Wohnhaus auf. Die Familie war gesegnet mit 3 Kindern. Auch das Geschäft durfte dank Josis Genialität und Schaffenskraft innerlich und äusserlich wachsen. Die Jungerbahn hatte neben einigen Helfern ihn zum Vater. Seine Kinder konnten die von ihm gestifteten Werkstätten professionell ausbauen und so wurde Josi zum Solar-Pionier in Höhenlagen.
Später tüftelte er gemütlicher und war stolz auf seine sieben Enkelkinder und fünf Urenkel. Er pflegte zuhause seine Frau, bis sich Demenz stärker zeigte. Im Juli 23 zog er ins Altersheim, wo er am 2. März 26 entschlief.
Nr. 7 Monique Chanton, 02. Apr. 26
Monique erblickte das Licht der Welt als Tochter von Leo und Irma am 28. Dezember 1945. Sie wuchs mit ihrem 14 Jahre jüngeren Bruder Michel auf und erlebte schöne Schuljahre in St. Niklaus.
Sie heiratete 19jährig am 2. Oktober 1964 Manfred Imboden. Die Ehe war gesegnet mit zwei Söhnen: Alain und Kilian. In ihrem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn setzte sie sich ein für Arme und Minderjährige. Sie leistete einfach und schlicht 32 Jahre ihren Beitrag in der Scintilla - neben dem Haushalt. Durch die Pflege ihres Vaters mit Mutter Irma wuchsen die beiden Frauen zusammen. Monique war herzenslieb und tiefgläubig. Sie besuchte Lourdes und ging mit ihren Anliegen zu St. Antonius im Esch.
Mit den Jahren verliessen Monique ihre Kräfte. Am 2.April, das heisst am Hohen Donnerstag, rief sie der Herr zum ewigen Gastmahl.
Nr. 8 Loni Walch-Pollinger, 16. Apr. 26
Loni wurde am 22. März 1937 als „Mittelstes“ von 13 Kindern der Familie Pauline und Karl Pollinger-Sarbach geboren. Sie hatte eine schöne, aber auch harte Kindheit, so war die Schule ihre Erholung. In Wintertagen gehörte es für Loni zum Alltag, von Jungen mit der Laterne in die Frühmesse zu kommen um anschliessend mit Proviant wieder hoch zu stapfen.
Im Kolonialwarenladen entdeckte sie der junge Josi Walch zwischen Erdbeertörtchen. Nach der Hochzeit 1959 wollten sie ein Geschäft aufbauen in Siders. Vor lauter Heimweh mussten sie dieses Projekt in die Zaniglaser Eija verlegen. Die 3 Kinder: Charly, Mathilde und Claudia wurden ihnen geschenkt und sie bauten miteinander ihr Metall- und Maschinengewerbe auf. Loni war Selbstversorgerin puncto Früchte und Gemüse, Kleider und Buchhaltung. Mit 45 entschloss sie sich für eine Lehre als Verkäuferin. In Tennjen und Jungen erstellten sie sich ein Häuschen.
Sie freute sich an den Enkelkindern und Urenkeln. 2018 musste Loni sich einer Rückenoperation unterziehen, von der sie sich nie mehr ganz erholte. 5 Jahre schaute nun der traute Ehemann nach ihr, bis ihn die Demenz einholte. Dank 2 Pflegerinnen konnte Loni noch einige Jahre im trauten Heim bleiben, folgte aber nach fünf Wochen ihrem Mann Josi in die Seligkeit nach.
Nr. 1 (Herb) Werner Chanton, 30. April 26
Den Eltern Peter und Lina Chanton-Fux wurde Werner am 28. Nov 1948 in Herbriggen geschenkt. Er besuchte die Schule in Heimatdorf und wuchs mit seinen Brüdern Karl und Martin auf. Im Sommer hütete er gerne die Geissen.
1964 absolvierte Werner die Lehre bei Imboden AG unter den Fittichen seines Onkels Richard Fux. Er schaute auch zu Schafen, Geissen und Rindvieh. Drei Jahre diente Werner als Hirt auf der Täschalp und einen Sommer im Ginals. Stets blieb er der Firma Imboden treu. Nach 40 Dienstjahren - am Schluss als Eisenleger - durfte er mit 60 Jahren in die Pension gehen.
Werner ging seine Wege und liess die anderen Leute machen. Am 10 Februar musste er notfallmässig ins Spital. Am 20. März wurde Werner ins Senioren- und Pflegeheim St. Nikolaus entlassen, wo er am 30. April friedlich entschlief.
Pfarrei St. Niklaus - Herbriggen




